Kreis Lippe. Bei der lippischen Polizei wurden in den vergangenen Wochen vermehrt Anzeigen wegen Betruges im Zusammenhang mit der Zahlungsmethode „PayPal & friends“ erstattet. Viele Menschen nutzen den Zahlungsdienstleister PayPal bereits seit vielen Jahren, um online Geld zu überweisen.
Auch die Zahlungsmethode „PayPal & friends“ erfreut sich immer größerer Beliebtheit und ist grundsätzlich nur für Zahlungen unter Freunden und Familienangehörigen gedacht.
Beispielsweise kann mit dieser Zahlungsmethode Geld beim Kauf von Kinokarten vorzustrecken, Geld zum Teilen einer Restaurant-Rechnung oder für ein gemeinsames Geschenk zu sammeln.
Der große Vorteil: Diese Zahlungen sind für beide Seiten gebührenfrei, denn es handelt sich bei diesen nicht um Zahlungen im Rahmen eines Kaufes.
Inzwischen wird die Option „PayPal & friends“ jedoch immer häufiger auch für Zahlungen an Fremde genutzt, zum Beispiel bei Käufen über „Kleinanzeigen“.
Was vielen nicht bewusst ist: Im Gegensatz zu PayPal gibt es bei dieser Zahlungsform keinen Käufer- oder Verkäuferschutz und getätigte Zahlungen können im Nachhinein nicht storniert werden.
Genau diese Tatsache nutzen Kriminelle aus: Sie bieten Waren zum Kauf an, fordern eine Zahlung über „PayPal & friends“. Doch die Ware wird nach Zahlungseingang nicht verschickt. Das Geld ist weg und es besteht keine Chance, die Zahlung zu stornieren.
Die Polizei Lippe rät, die Methode „PayPal & friends“ ausschließlich für private Zahlungen an Personen zu nutzen, die man gut kennt und denen man vertraut, und niemals für Käufe von unbekannten Personen. (lwz/Kreispolizei Lippe)