Libori 2023: Das plant die Polizei Paderborn

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Die Polizei Paderborn zieht ihre Libori-Bilanz. Foto: Polizei Paderborn

Kreis Lippe/Paderborn. Libori – das ist Paderborns fünfte Jahreszeit, die in diesem Jahr von diesem Samstag, 22. Juli, bis Sonntag, 30. Juli, dauert. Viele Menschen freuen sich schon auf die traditionelle Kirmes, den Pottmarkt und das quirlige Stadtfest.

Libori zeichnet sich in allen Bereichen durch ein fröhliches Miteinander von über einer Million Besucher aus. Neun Tage bummeln, Karussell fahren, Freunde treffen, mit den Kindern Spaß haben, ausgelassen feiern, Kultur genießen und viel mehr – ohne Randale, Kriminalität und Sicherheitsgefahren. Libori zählt gleichzeitig zu den sichersten Volksfesten in Deutschland.

Dafür sorgt die Kreispolizeibehörde Paderborn mit täglicher Präsenz direkt vor Ort – bis spät in die Nacht. Auf der gesamten Kirmes, dem Pottmarkt und auf den Feiermeilen in der Innenstadt sind die Einsatzkräfte sichtbar und ansprechbar. Neben uniformierten Beamten sind auch Zivilkräfte und Diensthundeführer mit Diensthunden im Einsatz.

Die Liborigäste können die Arbeit der Polizei aktiv unterstützen, indem sie verdächtige Situationen zeitnah melden und sich als Zeuge zur Verfügung stellen. Zivilcourage kann so dazu beitragen, dass Situationen bereits vor einer Eskalation von der Polizei bereinigt werden können. In dringenden Fällen ist der Polizeiruf 110 der schnellste Weg, um die Polizei zu alarmieren.

Liboriwachen

Als fester Anlaufpunkt dient die Liboriwache am Rosentor mitten im Kirmestrubel. Diese ist werktags täglich von 13 Uhr bis Kirmesende sowie an den Wochenenden bereits ab 11 Uhr bis Kirmesende mit uniformierten Polizeibeamten besetzt.

Zusätzlich wird täglich ab 19 Uhr eine mobile Wache an der Ecke Rathausplatz/Jühenplatz eingerichtet. Dort stehen die Einsatzkräfte bis zum frühen Morgen bereit.

Von den Liboriwachen starten die gemeinsamen Streifen der Polizei und der städtischen Ordnungsamts-Mitarbeiter des Büros für Ordnung, Schutz und Sicherheit (B.O.S.S.). Sämtliche Anliegen, die Festbesucher an die Polizei oder das Ordnungsamt haben, werden direkt vor Ort entgegengenommen und bearbeitet. Eltern sollten ihren Kindern die Standorte der Liboriwachen während des Kirmesbesuchs als jederzeit erreichbaren Hilfepunkt zeigen.

Standnummern zur Orientierung

Auf Plakaten an Ständen und Fahrgeschäften sind Standnummern angebracht, die von Hilfesuchenden zur Lokalisierung und Weitergabe an die Einsatzkräfte genutzt werden können. So sind auch Ortsunkundige in der Lage, ihren Aufenthaltsort ohne genaue Ortskenntnisse präzise anzugeben. Die Nummern sind in den Einsatzplänen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst hinterlegt.

Jugendschutz

Gegen den Alkoholmissbrauch richten sich auch die Jugendschutzmaßnahmen von Polizei und Stadt. Schon vor der Kirmes werden die Gewerbetreibenden für die Beachtung der Jugendschutzgesetze sensibilisiert. Während der Festtage sind mehrere Jugendschutzkontrollen von Polizei, Ordnungsamt und Jugendamt geplant.

Kontrolliert wird nicht nur auf dem Festgelände, sondern auch in den abseits gelegenen Anlagen, die gerne von Jugendlichen als Treffpunkte genutzt werden. Werden Minderjährige mit Alkohol erwischt, wird die Information konsequent an die Eltern weitergeleitet.

Achtung Taschendiebe

Ein Ort, an dem viele Menschen zusammengekommen, ist bei Taschendieben beliebt. Die Polizei rät daher, sich vorher zu überlegen, wie viel Geld beziehungsweise welche Karten und sonstigen Wertgegenstände wirklich benötigt werden. Diese sollten nicht in einer Handtasche, sondern verteilt in verschlossenen Innentaschen in der Oberbekleidung getragen werden.

Auch Brustbeutel eignen sich dafür. Hand- und Umhängetaschen sollten stets verschlossen unter dem Arm, mit dem Verschluss zum Körper getragen werden, Rucksäcke bestmöglich ebenso vor dem Bauch. Das Handy locker in die hintere Hosentasche? Mit Sicherheit nicht die beste Idee und die Gelegenheit für Langfinger. Gesundes Misstrauen sollte vorherrschen, wenn man von Unbekannten angesprochen oder abgelenkt wird.

Alkoholkontrollen

Autofahrer müssen jederzeit damit rechnen, in eine Polizeikontrolle zu geraten. Schon bei 0,3 Promille kann der Führerschein entzogen werden, wenn Anzeichen von Fahruntüchtigkeit vorliegen oder man an einem Verkehrsunfall beteiligt ist. Auch der Restalkohol nach einer durchzechten Nacht ist nicht zu unterschätzen.

Ebenso müssen sich Radfahrer auf Alkoholkontrollen einstellen. Im Falle eines Unfalls kann bei Radfahrern schon ein Glas Bier zu viel sein. Auch dort kann der Führerschein bei einem Wert von 0,3 Promille auf dem Spiel stehen. Die Polizei empfiehlt: „Wer ausgelassen feiern will, sollte das vielfältige Angebot des öffentlichen Nahverkehrs nutzen.“ (lwz/Polizei Paderborn)