Wahnsinn in Lippe: Porsche-Fahrer mit 208 km/h und Handy in der Hand erwischt

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Zu sehen sind von links nach rechts: Erster Polizeihauptkommissar Thomas Bartelt (Leiter Verkehrsdienst, Polizei Lippe), Polizeioberrat Peter Pauls (Leiter Direktion Verkehr, Polizei Lippe), Polizeioberrat Andreas Koptik, (Leiter Direktion Verkehr, Polizei Paderborn), Erster Polizeihauptkommissar Dirk Cramer (Leiter Verkehrsdienst, Polizei Paderborn). Foto: Polizei Lippe

Kreis Lippe/Paderborn. Einen gemeinsamen Kontrolleinsatz führten am Montag, 15. April, die Kreispolizeibehörden Lippe und Paderborn auf der Bundesstraße 1 mit Kräften des Verkehrsdienstes, des Wachdienstes, der Kriminalpolizei, der Verkehrsunfallprävention sowie Unterstützung der Bereitschaftspolizei und dem Zoll aus Bielefeld durch.

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Die B1 ist eine viel befahrene Verkehrsader, die quer durch NRW, auch zwischen Paderborn und Blomberg, verläuft. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und das Risiko für Verkehrsunfälle zu reduzieren, kontrollierte die Polizei am heutigen Montag den gesamten Durchgangsverkehr der B1 mit mehreren Kontrollstellen auf der Strecke über die Kreisgrenze zwischen Paderborn und Lippe hinweg.

Erste Geschwindigkeitsmessungen wurden schon ab dem frühen Montagmorgen durchgeführt. Ab 11 Uhr begann der Sondereinsatz mit umfangreichen Verkehrskontrollen mit dem Fokus auf riskante Fahrweisen, beispielsweise Überholen im Überholverbot, Geschwindigkeitsverstöße und Ablenkung am Steuer. Ferner nahmen die Einsatzkräfte die Sicherheit des Schwerlastverkehrs in den Blick sowie potenzielle reisende Täter.

Insgesamt gab es im Kontrollzeitraum 218 Geschwindigkeitsverstöße. Den Negativ-Rekord maßen die Einsatzkräfte bei einem Porsche-Fahrer aus Blomberg, der mit 208 statt der erlaubten 100 km/h unterwegs war. Dabei benutzte er noch sein Mobiltelefon. Ein VW Caddy mit einem Hamelner am Steuer wurde morgens mit 174 statt 100 km/h gemessen. Beide erwartet ein dreimonatiges Fahrverbot und ein Bußgeld von mindestens 700 Euro.

Zwei Verkehrsteilnehmern musste eine Blutprobe entnommen werden, weil sie unter Drogeneinfluss gefahren waren.

Drei Personen hatten keine gültige Fahrerlaubnis und mussten ihre Fahrt an Ort und Stelle beenden. Ein Kraftfahrzeugführer hatte sein Fahrzeug nicht versichert, auch für ihn war die Fahrt zu Ende.

Insgesamt zwölf Personen waren am Steuer mit ihrem Smartphone beschäftigt. Eine gefährliche Ablenkung, für die Ordnungswidrigkeitsanzeigen geschrieben wurden.

Elf Verkehrsteilnehmer wurden angezeigt, weil sie Überholverbote missachteten und dazu noch Sperrfläche überfuhren. Rund 20 weitere Verstöße, darunter ein Erlöschen der Betriebserlaubnis, wurden geahndet.

Der Zoll erstatte insgesamt vier Anzeigen wegen des Verdachtes der illegalen Beschäftigung.

Im Rahmen der Kontrollen des Schwerlastverkehrs fiel ein stark überladener Lkw auf, der Teile seiner Ladung abladen musste. Weitere drei Verstöße gab es im Bereich Ladungssicherung. Dreimal mussten Verkehrsteilnehmer angezeigt werden, weil sie zu lange hinter dem Steuer gesessen hatten.

Im Kontrolleinsatz stellte die Polizei nicht nur Verstöße fest und ahndete sie, die Einsatzkräfte führten unter dem Motto „#LEBEN“ der landesweiten Verkehrssicherheitskampagne der Polizei NRW zusätzlich viele Bürgergespräche zu Unfallrisiken und Verkehrssicherheit. Mit dieser Mischung aus Aufklärung, Prävention und Überwachung geht die Polizei heute und in Zukunft gegen die Hauptunfallrisiken vor, um Leben zu retten. (lwz/Polizei Lippe)