Lemgo. Dass ein Lipper der erste Mensch auf dem Mond war, entspricht, so wissen es wohl alle, nicht der Wahrheit. Dennoch kann man sich in der neuen Sonderausstellung im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake gemeinsam mit der Lippischen Fahne „auf dem Mond“ ablichten lassen.
Genauer gesagt bietet das Museum des Lippischen Landesverbandes die Möglichkeit, vor einer Fotowand mit Blick auf die Erde zu stellen, ein Foto zu machen und so den Eindruck zu erwecken, es sei doch schon ein Lipper auf dem Mond gewesen. Dies ist nur eine von vielen interaktiven Stationen, die die Besucher in der neuen Ausstellung „Alles außer irdisch. Sternstunden der Astronomie“ zum Mitmachen animiert.
Das Highlight für Freunde haptischer Entdeckungsreisen ist sicher die Möglichkeit, einen echten Asteroiden in die Hand zu nehmen. Der ist nicht nur ziemlich schwer für seine Größe, sondern die Museumsleitung hat ihn auch extra für diese Ausstellung angeschafft.
In der Ausstellung, die am 10. November eröffnet wurde und bis zum 25. Mai 2025 besucht werden kann, werden die Besucher in die unendlichen Weiten des Universums entführt. Die Ausstellung umfasst einen Zeitraum, der von der Himmelsscheibe von Nebra, einer ersten Darstellung des Sternenhimmels aus der Zeit circa 2.100 vor Christus, bis zum Raumschiff Enterprise, einer Nachbildung aus der bekannten Science-Fiction-Serie, aufzeigt.
Landesverbandsvorsteher Jörg Düning-Gast zeigte sich genauso begeistert wie die Kuratorin Dr. Susanne Hilker und Dr. Michael Zelle, dem Direktor des Lippischen Landesmuseums und Weserrenaissance-Museums Schloss Brake, bei der Vorstellung der Ausstellung für die Presse.
Im ersten Ausstellungsraum sieht man beeindruckende Bilder von Mars, Saturn und Jupiter, aber auch von Millionen von Lichtjahren entfernten Staubnebeln in den Weiten des Alls. Diese Bilder hat überwiegend Klaus Eikmeier von der Internationalen Amateur Sternwarte aufgenommen.
Im zweiten Ausstellungsraum treffen die Besucher auf eindrucksvolle Exponate wie alte Sternkarten und astronomische Geräte. Darunter unter anderem einen Himmelsglobus aus dem 16. Jahrhundert, einen Proportionalzirkel und Hinweise darauf, dass sich auch Graf Simon VI. zu seiner Zeit auf Schloss Brake schon mit der Astrologie beschäftigte.
Besonders stolz sind die Verantwortlichen, dass es so viele Kooperationspartner gegeben habe, die die Ausstellung unterstützt hätten. Die Ausstellung wird über den gesamten Zeitraum mit einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. Dazu gehören Kabarett, Konzerte, Experimente, Kindertheater, Workshops und Vorträge.
Weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Museums.