Lemgo. Die neue Sonderausstellung im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake ist seit vergangenem Sonntag offiziell eröffnet. Unter dem Titel „Alles außer irdisch. Sternstunden der Astronomie“ wird darin das Thema „Astronomie“ in allen Facetten präsentiert.
Weit mehr als 160 Interessierte hatten sich im Vorfeld für die feierliche Eröffnung der Ausstellung angemeldet. Dementsprechend groß war deshalb auch der Andrang derjenigen, die gerne einmal nach den Sternen greifen wollten.
Noch bis zum 25. Mai 2025 verbleibt die Erlebnisausstellung im Schloss und lädt mit großem Begleitprogramm für Kindergärten, Schulen und Erwachsene zum Besuch ein. Die Besucher sehen dort eine einzigartige Kombination aus kunsthistorischen Exponaten, Mitmach-Stationen sowie faszinierenden Fotografien aus dem Weltall. Konzipiert wurde die Ausstellung von Kuratorin Dr. Susanne Hilker.
Die großformatigen Bilder zeigen Planeten wie Mars, Saturn oder Jupiter, aber auch planetarische Nebel, Kugelnebelhaufen oder Galaxien. Diese liegen teilweise bis zu 240 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Die Fotos stammen überwiegend von Klaus Eikmeier, der diese teilweise in Lemgo, aber auch in Namibia aufgenommen hat.
Auf dem Weg in den zweiten Raum, dem Gewölbe, trifft man auf farbige Projektionen aus dem Weltall. Aber auch weitere eindrucksvolle Exponate werden dort gezeigt. Dazu zählen verschiedene Mitmach-Stationen, faszinierende Sternkarten, kolorierte Grafiken, verschiedene astronomische Geräte wie ein historisches Fernrohr oder eine originale Sonnenuhr.
Unterstützt wird die Ausstellung unter anderem durch Leihgaben der Lippischen Landesbibliothek, des Lippischen Landesmuseums, des Hessen Kassel Heritages oder des Vereins Carving Burg Sternberg. Weitere Kooperationspartner wie die Volkssternwarte Ubbedissen sowie die Sternwarte der Technischen Hochschule OWL sorgen für Vorlesungen oder Events während der Sonderausstellung. Zudem konnte das „Haus der Astronomie“ aus Heidelberg als Partner gewonnen werden.
Besonders stolz sei sie, so Dr. Susanne Hilker, auf einen seltenen automatischen Himmelsglobus aus dem 16. Jahrhundert. Genau um diese Epoche geht es auch in der Sonderausstellung, da Graf Simon VI., der damals auf Schloss Brake regierte, sich sehr für die Astronomie interessierte und in seinem Turm nicht nur eine große Bibliothek hatte, sondern auch von dort in die Sterne blickte.
Die Eröffnung begleiteten unter anderem auch die Kinder des Kunstlabors Lemgo, die eine planetförmige Ausbuchtung im Gewölbe kreativ mit Sternbildern gestalteten. Auch Dr. Michael Zelle, Direktor des Landesmuseums und des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake, war von der Eröffnung und dem großen Interesse begeistert.
Besuchen kann man die Ausstellung dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 7 Euro für Erwachsene. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt.