
Leopoldshöhe-Asemissen. Marianne Kirsch ist Bewohnerin des Hauses Starenweg 25, einer Wohnanlage für Ältere der AWO im Leopoldshöher Ortsteil Asemissen. Im Auftrag ihrer Mitmieterinnen wandte sie sich vor einigen Tagen mit einem Hilfegesuch an die LWZ-Redaktion.
Ihr Problem: Ihrer Aussage nach gäbe es ein Problem mit der Briefkastenanlage des Hauses. Und dies nicht erst seit heute. Ihre Beschwerden gegenüber dem Hauseigentümer, der AWO Bielefeld, hätte nunmehr seit zehn Jahren keinen Erfolg gebracht. Die Briefkastenanlage am Hauseingang ist auf der Wetterseite angebracht.
„Bei Starkregen oder auch nur bei Regen und Wind läuft das Wasser so stark in die Briefkästen, dass sich auf der anderen Seite im Hausflur regelmäßig große Pfützen bilden“, sagt die Dolmetscherin für Russisch. Sie bekäme regelmäßig Dokumente geschickt, die dann immer wieder darunter leiden müssten, führt sie weiter aus.
Auch ihre Mitbewohnerinnen beschweren sich darüber, dass nicht nur die Zeitungen, sondern jede Art von Post oft so nass seien, dass sie nur noch weggeworfen werden könnten. „Einmal haben wir aus lauter Verzweiflung die ganze nasse Post an die AWO geschickt, aber auch darauf gab es keine Antwort“, so die engagierte, noch beruflich tätige Rentnerin.
Ihre Mitstreiterinnen berichten darüber, dass vor einiger Zeit zwar eine Winkelleiste über den Briefkästen angebracht worden sei, dies aber nichts gebracht habe. Ihr Vorschlag ist, die Briefkästen unter das Vordach zu bringen, dort, wo jetzt eine große Scheibe ist.
Auf Anfrage bei der zuständigen Pressestelle der AWO in Bielefeld zu der Beschwerde der Bewohnerinnen erhielt die LWZ folgende Antwort: „Wir bedauern die geschilderte Situation unserer Bewohnerinnen sehr und können den Unmut nachvollziehen. In der Vergangenheit haben wir bereits Maßnahmen ergriffen, um das Eindringen von Wasser nach Starkregen in den Griff zu bekommen. So haben wir eine Aluminiumschiene oberhalb des Briefkastens an der Fassade angebracht und die Fuge mit Silikon verschlossen. Diese Lösung hat sich jedoch offensichtlich nicht als dauerhaft wirksam erwiesen. Daher streben wir nun eine nachhaltige Lösung an und planen die Installation eines kleinen Vordachs. Derzeit holen wir Angebote ein, und in den kommenden Wochen wird das Vordach angebracht. Wir bitten unsere Mieter daher noch um etwas Geduld.“
Marianne Kirsch, Annerose Friede und Renate Jahn (von links) an der Briefkastenanlage, die ihnen so viel Ärger bereitet. Oberhalb ist die Winkelliste zu sehen, die von der AWO angebracht wurde, um das Eindringen von Regenwasser zu verhindern. Foto: Reiner Toppmöller