Die „Kleine Hexe“ reitet zwar auf einem Besen. Aber das tun die Hogwarts-Schüler Harry, Hermine und Ron auch. Und wie diese Helden der Harry-Potter-Romane gehört auch die „Kleine Hexe“ zu den Guten. Otfried Preußler hat mit seinem Kinderbuch das überlieferte Klischee der Hexenfigur geradezu auf den Kopf gestellt. Foto: Plakat zum Film
Lemgo. Die Hexenfigur hat in der Kinderliteratur einen spannenden Wandel durchlaufen. Ausgehend vom klassischen, vor allem aus Märchen bekannten Bild der bösen Hexe und ihren historischen Wurzeln, betrachtet der Vortrag im Hexenbürgermeisterhaus von Dr. Jara Schmidt und Dr. Franziska Thiel am Mittwoch, 10. September, die Entwicklung dieser Figur über die Jahrhunderte hinweg. Beginn: 17 Uhr.
Ein entscheidender Wendepunkt war Otfried Preußlers Die kleine Hexe (1957), die das Verständnis von Gut und Böse auf den Kopf stellte und Generationen von Lesern prägte. Doch welche Facetten prägen das Hexenbild in der Kinderliteratur heute? Welche Deutungen und Diskussionen sind hinzugekommen, und wie verändert sich die Figur weiter? Diesen Fragen geht der Vortrag nach und zeigt, wie sich Tradition und Wandel in immer neuen Perspektiven begegnen.
Dr. Jara Schmidt und Dr. Franziska Thiel sind Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Institut für Germanistik der Universität Hamburg. Zu den Forschungsschwerpunkten von Jara Schmidt gehören postmigrantische und postkoloniale Diskurse in Literatur und Kultur, Gender Studies, Queer Studies und Hexenforschung. Zu den Forschungsschwerpunkten von Franziska Thiel gehören Vergleichende Literaturwissenschaft, Interkulturelle Literaturwissenschaft, Geschlechterstereotype und Gender Studies sowie Kinder- und Jugendliteratur.
Kosten: 4 Euro. Anmeldung online über die VHS Detmold-Lemgo oder im Museum Hexenbürgermeisterhaus unter 05261/213276 oder museen@lemgo.de
Ich bin ein Zwitterwesen. Ein halbes Arbeitsleben lang Lehrer, die andere Hälfte Journalist. Und immer beides zugleich: Als Deutschlehrer habe ich meinen Schülern eine praktische Nutzung der Sprache abverlangt und mit ihnen „Zeitung in der Schule“ veranstaltet. Als Journalist in verschiedenen Tageszeitungen haben mich immer die Schüler dort – die sogenannten Volontäre – interessiert, denen ich unbedingt etwas beibringen wollte.
Jenseits der Ruhestandsgrenze mache ich nun auf Freier Mitarbeiter, statt die Füße hochzulegen. Warum? Weil ich’s kann und weil das Gehirn auf Touren gehalten werden will. „Die Realität ist immer zu wenig“, haben die Romantiker gesagt und hatten recht. Durch dokumentierende Aneignung mache ich mehr daraus: Realität wird gewissermaßen zur „Wirklichkeit“ potenziert. Deshalb habe ich eine eigene Online-Zeitung für Lage ins Leben gerufen: lage-aktuell.de Ich beanspruche den Titel: Nachhaltigster News-Lieferant für Lage (NNL). Deshalb arbeite ich ganz eng mit der LWZ zusammen. Artikel bleiben hier lange sichtbar und landen nicht – wie die Tageszeitung – sofort nach der Lektüre im Altpapier.
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