
Weihnachten ist eines der bedeutendsten Feste der Welt. Obwohl es seinen Ursprung im Christentum hat, wird es heute in vielen Ländern gefeiert, mit sehr unterschiedlichen Bräuchen, Speisen und Ritualen. Diese Vielfalt spiegelt Geschichte, Religion und Kultur der jeweiligen Regionen wider.
In Deutschland beginnt die Weihnachtszeit mit dem Advent. Adventskränze, -kalender und Weihnachtsmärkte gehören fest dazu.
Der Nikolaustag am 6. Dezember ist vor allem für Kinder wichtig. An Heiligabend (24. Dezember) wird der Weihnachtsbaum geschmückt, es gibt die Bescherung und ein gemeinsames Essen. Beliebt sind Gerichte wie Kartoffelsalat mit Würstchen oder Gänsebraten.
Typisches Weihnachtsgebäck sind Plätzchen, Lebkuchen, Zimtsterne und Christstollen. Der Besuch der Christmette und das Singen von Weihnachtsliedern runden das Fest ab.
Weihnachtstraditionen in Europa
In Polen ist Heiligabend (Wigilia) der wichtigste Tag. Das Festessen beginnt erst, wenn der erste Stern am Himmel erscheint. Traditionell gibt es zwölf fleischlose Gerichte, darunter Barszcz (Rote-Bete-Suppe), Karpfen und Piroggen. Ein besonderes Ritual ist das Teilen des Oplatek (Weihnachtsoblate), bei dem man sich gegenseitig gute Wünsche ausspricht. Auch der Besuch der Mitternachtsmesse (Pasterka) ist obligatorisch.
In Österreich und der Schweiz ähneln die Bräuche denen in Deutschland. In manchen Regionen gibt es Perchten- und Krampusläufe, die auf vorchristliche Traditionen zurückgehen.
In Tschechien essen Familien an Heiligabend häufig Karpfen mit Kartoffelsalat. Ein Brauch ist das Apfelschneiden: Die Sternform im Kerngehäuse soll Glück bringen.
Weihnachten in Italien ist stark religiös geprägt. Viele Familien besuchen die Mitternachtsmesse. Beliebt sind Fischgerichte an Heiligabend und süße Gebäcke wie Panettone.
Die Bescherung in Spanien erfolgt traditionell am 6. Januar durch die Heiligen Drei Könige. Am 24. Dezember stehen Familie und gemeinsames Essen im Mittelpunkt.
Das schwedische Weihnachtsfest (Jul) beginnt am 24. Dezember. Viele Familien schauen gemeinsam die Fernsehsendung „Donald Duck“. Typisch ist das Julbord, ein großes Buffet.
In Norwegen stellt man Besen vor die Tür, um böse Geister fernzuhalten. Ein alter Volksglaube, der bis heute gelebt wird.
In Finnland gilt der Weihnachtsmann (Joulupukki) als besonders real. Er lebt der Legende nach in Lappland und besucht die Kinder persönlich.
Weihnachten in Übersee
In den USA sind Häuser und Gärten oft aufwendig geschmückt. Die Geschenke werden erst am 25. Dezember ausgepackt. Der Weihnachtsmann (Santa Claus) ist allgegenwärtig.
In Mexiko finden die sogenannten Posadas statt. Das sind Umzüge, die die Herbergssuche von Maria und Josef nachstellen. Weihnachten ist stark gemeinschaftlich geprägt. Trotz sommerlicher Temperaturen feiern viele brasilianische Familien mit Mitternachtsmessen und großen Festessen.
Asien und Ozeanien
Das japanische Weihnachten ist weniger religiös, eher ein Fest für Paare. Ein festliches Abendessen, oft Hähnchen, gehört dazu. Auf den Philippinen beginnt die Weihnachtszeit bereits im September. Wichtig sind die Simbang-Gabi-Gottesdienste vor Weihnachten.
In Australien fällt Weihnachten in den Sommer. Viele Menschen feiern daher mit Barbecue, Picknicks oder am Strand.
Afrika und Naher Osten
In Äthiopien wird Weihnachten (Ganna) am 7. Januar gefeiert. Nach einem Fastentag folgt ein festliches Mahl. In Südafrika sind hingegen große Familienessen und Freiluftfeiern beliebt. Im Libanon feiern die christlichen Familien mit Gottesdiensten und traditionellen Süßspeisen.





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