
Gastbeitrag von Melina Okomar
Paderborn. „Wie bewegen wir uns morgen?“, diese Frage stand im Mittelpunkt der 86. Young Leaders Akademie, die in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) ausgewählte Nachwuchsführungskräfte aus Deutschland Anfang Januar zusammenbrachte.
Die Unterstützung durch das BMV unterstrich die politische Relevanz der behandelten Themen. Die Akademie bot einen Rahmen, in dem junge Menschen mit Fachreferenten aus Politik, Wissenschaft und Praxis in den Austausch unter dem Leitmotiv „Nachhaltigkeit und Mobilität im Rahmen der Sustainable Development Goals (SDGs)“ treten konnten. Dabei handelt es sich um einen globalen Aktionsplan der Vereinten Nationen aus insgesamt 17 miteinander verbundenen Zielen, um bis 2030 eine nachhaltigere und gerechtere Welt zu schaffen.
Insbesondere wurden die Ziele „Nachhaltigkeit in Städten und Gemeinden“ (SDG 11) sowie „Maßnahmen zum Klimaschutz“ (SDG 13) behandelt. In verschiedenen Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden wurden aktuelle Herausforderungen im Verkehrssektor sowie mögliche Lösungsansätze thematisiert.
Die Diskussionen zeigten, dass nachhaltige Mobilität nicht auf einzelne Technologien begrenzt ist. Neben dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs wurden auch Fahrrad- und Fußverkehr, digitale Verkehrssysteme sowie Sharing-Modelle behandelt. Dabei wurde sowohl der städtische als auch der ländliche Raum in den Blick genommen, insbesondere im Hinblick auf Erreichbarkeit, Klimaschutz und soziale Teilhabe.
Ein Programmpunkt war der Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Krahl, dem Präsidenten der TH OWL, der eine Diesel-Alternative mit dem Namen „Diesel R33“ vorstellte. Es handelt sich dabei um einen synthetischen, klimafreundlicheren Kraftstoff, der in bestehenden Dieselmotoren eingesetzt werden kann.
Laut Krahl kann durch die Nutzung von Diesel R33 im Vergleich zu herkömmlichem Diesel eine Klimagaseinsparung von bis zu 20 Prozent erreicht werden. Der Ansatz zielt darauf ab, Emissionen zu reduzieren, ohne dass Verbrennerfahrzeuge vollständig ersetzt werden müssen. Die Vorstellung machte deutlich, dass auch solche Lösungen Teil der Mobilitätswende sein können.
Eines wurde während der Akademie deutlich: Die Transformation der Mobilität wird nicht durch einzelne Maßnahmen entstehen, sondern durch einen langen Prozess kollektiver Verantwortungsübernahme. Die Young Leaders Akademie ist dafür ein Symbol, denn sie zeigt, dass die künftige Generation bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und Nachhaltigkeit als Leitprinzip zu verstehen.
Die zentrale Botschaft des Treffens ist zugleich Auftrag und Hoffnung. Wenn Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft miteinander lernen, statt gegeneinander zu arbeiten, kann Mobilität zu einem Motor nachhaltiger Entwicklung werden, im Sinne der SDGs und über nationale Grenzen hinaus.




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