Blick auf das MVZ im Kalletal. Foto: Reiner Toppmöller

Kalletal. Der Eklat im Kalletaler Rat vom 13. Januar mit dem Auszug der UKB-Fraktion und den Äußerungen gegenüber dem Ratsmitglied Sebastian Engbrocks (SPD) hat Folgen.


Noch vor der Abstimmung über das Bürgerbegehren, weitere 300.000 Euro aus dem Gemeindehaushalt in das immer mehr Geld brauchende MVZ zu stecken, zog sich die UKB-Fraktion aus der Schusslinie und verließ den Raum.

Zuvor gab der Fraktionsvorsitzende Ingo Mühlenmeier eine umfangreiche Erklärung zu der Entscheidung ab und griff auch den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD, Sebastian Engbrocks, persönlich an.

Zudem kursierten in sozialen Netzwerken Gerüchte, es gäbe eine Strafanzeige gegen den SPD-Mann aus den Reihen des Kindergartens Bavenhausen. Dazu sagte die Leiterin der DRK-Einrichtung, Karin Semba, jetzt auf LWZ-Nachfrage: „Es gibt keine Anzeige dazu von uns.“

Sie zeigte sich völlig überrascht und sagte, es ginge dabei um eine Nachricht in einer Tageszeitung im Zusammenhang mit der Unterschriftensammlung im Dezember, in der gestanden habe, dass sowohl Elternrat als auch Kita-Leitung sich für das MVZ ausgesprochen hätten. Das sei nie passiert.

„Mit uns hat niemand gesprochen und wir halten uns da auch grundsätzlich raus. Es ist eine persönliche Sache der Eltern, wie sie sich dazu entscheiden.“ Nach ihrer Auskunft habe es Gespräche mit Sebastian Engbrocks gegeben, bei denen er sich für die Darstellung entschuldigt habe.

Unter diesen Voraussetzungen stehen auch die Berichterstattung über die Ratssitzung und die zitierten Aussagen der UKB in einem anderen Licht.