Kreis Lippe. Der Kreis Lippe hat einen neuen Fachbereichsleiter für den Bevölkerungsschutz: Seit dem 1. Februar ist Sascha Medina im Amt und folgt damit auf Meinolf Haase, der infolge der Kommunalwahl 2025 das Amt des lippischen Landrats übernommen hat. Als oberster Bevölkerungsbeschützer ist der 45-Jährige nun nicht nur verantwortlich für den Zivilschutz, sondern auch Chef von 350 Mitarbeitern.
Dass der neue Bevölkerungsschützer mit Leib und Seele Feuerwehrmann ist und sein Herz auch im Bereich des Rettungsdienstes schlägt, zeigt seine zurückliegende 30-jährige Laufbahn. Im Jahr 1995 trat er in die Jugendfeuerwehr in Lemgo ein. In die aktive Wehr der Freiwilligen Feuerwehr Lemgo wurde er 1998 aufgenommen.
Seinen Zivildienst leistete der Lemgoer im Jahr 2000 beim DRK-Rettungsdienst ab. Dort wurde er auch zum Rettungsassistenten ausgebildet. Bis zum Jahr 2007 war er als Rettungsassistent beim DRK tätig.
Im Februar 2007 trat der neue Fachbereichsleiter die Ausbildung zum Berufsfeuerwehrmann beim Kreis Lippe an und übernahm 2017, nach dem Durchlaufen aller Ausbildungsstationen, die Leitstelle des Kreises.
Nach dem Aufstieg in den hohen öffentlichen Dienst wurde er zum stellvertretenden Fachbereichsleiter im Bevölkerungsschutz. Gleichzeitig setzte er seine Laufbahn in der Freiwilligen Feuerwehr des Kreises fort.
Seine größte Herausforderung meisterte er in der Corona-Krise. Während dieser Zeit war er für die Organisation der Impfstelle in der Phoenix-Contact-Arena und zuvor für den organisierten Ablauf der Flüchtlingsunterkünfte im Messezentrum verantwortlich.
In seiner neuen Verantwortung will Medina den Fokus zunächst auf die inneren Bereiche legen. „Anstehende Raumprojekte, wie die Erweiterung des Bevölkerungsschutzzentrums, stehen für mich im Vordergrund. Wir stehen vor großen Aufgaben, die erfüllt werden müssen, wie dem Ausbau des Zivilschutzes, des Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes. Wir müssen einen Katastrophenschutzbedarfsplan aufstellen und vor allem die Bevölkerung mitnehmen“, sagt der neue Fachbereichsleiter.
Zunächst stehen für ihn aber die neuen Rettungswachen im Kalletal, Barntrup, Leopoldshöhe und die Notarztwache am Klinikum in Detmold auf dem Plan. Wie sein Vorgänger, der den Job 28 Jahre inne hatte, sieht auch Sascha Medina seine neue Aufgabe als langfristig an: „Ich möchte das schon bis zur Rente machen“, sagt er und lacht dabei zufrieden.
Sein Motto hat er dabei auch bereits festgelegt: „Qualität, Personal und Innovation“. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass der Kreis dringend nach Notfallsanitätern sucht. „Wir brauchen Leute und haben dafür bereits kleine Werbefilme in den Social-Media-Kanälen gestartet“, sagt er abschließend.










