
Kreis Lippe/Lemgo: „Wir schreiben das Jahr 2046. Die ganze Welt staunt über die Region Ostwestfalen-Lippe: OWL gilt als kreative Oase, als guter Ort zum Leben – und die Kultur der Region ist zum strahlenden, globalen Vorbild geworden.“ Mit diesem Gedankenexperiment und der Frage, was es braucht, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, starteten Kulturschaffende aus ganz Ostwestfalen-Lippe am Donnerstag, 5. Februar, in die 18. OWL-Kulturkonferenz.
Seit 18 Jahren ist die OWL-Kulturkonferenz das zentrale Netzwerkformat für Kulturschaffende der Region – entwickelt von und für die Akteure vor Ort. In diesem Jahr lud die OstWestfalenLippe GmbH im Rahmen des Landesprogramms OWL-Kulturbüro gemeinsam mit dem Landesverband Lippe in das Weserrenaissance-Museum auf Schloss Brake ein.
Unter dem Titel „Power!“ trafen sich dort rund 150 Kulturakteure, um in herausfordernden Zeiten gemeinsam Batterien aufzuladen, Kontakte zu knüpfen und weiterzudenken.
Zentrale Plattform für Austausch und Vernetzung
„Die OWL-Kulturkonferenz ist die zentrale Plattform, die Kulturschaffenden einen innovativen Ort des Austauschs bietet“, so Björn Böker, Geschäftsführer der OstWestfalenLippe GmbH. „Gemeinsam Bündnisse und Synergien zu schaffen und damit in Zeiten von Krisen und Kürzungen Spaltung entgegenzuwirken, ist uns – und mir persönlich – für die Stärkung des Kulturraums ein wichtiges Anliegen“, ergänzt er.
Kulturpolitik im Schulterschluss mit der Region
„Die Bezirksregierung Detmold versteht sich als Partnerin der Kulturschaffenden: Wir beraten, vernetzen und unterstützen bei der Umsetzung landeskultureller Programme im Sinne einer Ermöglichungsbehörde. Immer mit dem Ziel, die kulturelle Vielfalt in Ostwestfalen-Lippe zu sichern und Kultur als tragende Säule unserer demokratischen Gesellschaft zu stärken. Die OWL-Kulturkonferenz ist hier ein wichtiger Baustein“, betont Anna Katharina Bölling, Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold.
Als älteste Kulturkonferenz in Nordrhein-Westfalen ist das Format in seiner Ausrichtung einzigartig. Über das Regionale Kultur-Programm (RKP) landesgefördert, setzt die Konferenz konsequent auf Beteiligung: 2026 finden erstmals zwei Konferenzen in einem Jahr statt.
Das Besondere: Am Donnerstag entwickelten die Teilnehmer der 18. Konferenz „Power Vol. 1“ gemeinsam das Programm für die 19. OWL-Kulturkonferenz „Power! Vol. 2“ im Sommer. Ausgehend von den realen Bedarfen der Kulturschaffenden entstanden in moderierten Prozessen vielfältige neue Ideen, um Kräfte und Ressourcen für die Kulturregion Ostwestfalen-Lippe zu bündeln.
Beteiligung als Motor für eine starke Kulturlandschaft
Die 18. OWL-Kulturkonferenz findet in Kooperation mit dem Landesverband Lippe statt. Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast hob die Bedeutung von Kultur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hervor: „Die Konferenz bietet einen wichtigen Raum, um innezuhalten, Perspektiven zu teilen und gemeinsam an einer starken, solidarischen Kulturlandschaft zu arbeiten. Diese Vernetzung ist entscheidend, um Kultur auch unter veränderten Rahmenbedingungen handlungsfähig zu halten.“
Kreativ zusammengearbeitet wurde auf Schloss Brake am Donnerstag auch ganz praktisch: Aus der Zukunftsvision der strahlenden Kulturregion OWL im Jahr 2046 entwickelten die Teilnehmer über den Tag hinweg gemeinsam ein kollektives Kunstwerk, den „Power Tower“.
Das Treppenhaus des Landesverbandes Lippe verwandelte sich mit Hilfe der Szenografin Susanne Quehenberger und den Ideen und Gedanken der Kulturschaffenden in eine partizipative Skulptur. So soll der Power Tower die Vielfalt der Kulturszene in OWL sowie ihre Themen und Anliegen verdeutlichen und zu einem gemeinsamen Statement bündeln.
Verbindende Haltung
Das Ergebnis der Konferenz macht deutlich: Kultur in OWL entsteht aus Beteiligung, Dialog und gegenseitiger Stärkung. Die Soiree zum Abschluss mit musikalischer Untermalung durch die persönlichen Power-Songs der Teilnehmer setzte einen bewussten Kontrapunkt zu inhaltlicher Schwere und politischem Druck und machte erfahrbar, welche verbindende Kraft Kultur entfalten kann.
Die 18. OWL-Kulturkonferenz findet in Kooperation zwischen dem OWL-Kulturbüro und dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake sowie dem Landesverband Lippe statt und wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Regionalen Kultur-Programms NRW und unterstützt von der Hillgraf GmbH, Detmold.
Das OWL-Kulturbüro in Trägerschaft der OstWestfalenLippe GmbH wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie den Sparkassen OstwestfalenLippe.








