
Detmold. Die Stadt Detmold sieht sich mit einem wiederkehrenden und schwerwiegenden Fall illegaler Müllentsorgung konfrontiert. Seit dem Sommer vergangenen Jahres werden im Bereich der Blomberger Straße, insbesondere an der Einmündung zum SV Meiersfeld sowie auf den Wegen Richtung Hohenwart und Vahlhauser Höhe, regelmäßig große Plastikbeutel mit Essensresten und Suppen im öffentlichen Raum entsorgt. Die Stadtverwaltung bittet nun die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung.
Was auf den ersten Blick „nur“ wie ein Ärgernis wirkt, stellt ein erhebliches hygienisches und ökologisches Problem dar. Die offen liegenden Speisereste locken verstärkt Ratten an. „Das ist schlichtweg widerlich und eine Zumutung für alle Bürgerinnen und Bürger sowie für die Mitarbeiter des Bauhofs, die diesen Unrat beseitigen müssen“, so die zuständigen Stellen im Fachbereich Ordnung.
Darüber hinaus birgt die Entsorgung von Lebensmitteln unbekannter Herkunft in der freien Natur unkalkulierbare Risiken für die heimische Tierwelt. Wildvögel und Greifvögel nehmen die Reste auf; zudem besteht die Gefahr der Einschleppung von Tierseuchen wie der Afrikanischen Schweinepest oder der Vogelgrippe.
Die Stadt weist mit Nachdruck darauf hin, dass es sich hierbei nicht um eine Bagatelle, sondern um eine massive Ordnungswidrigkeit handelt. Illegale Müllentsorgung dieser Art kann im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.
Aufgrund der aufgefundenen Mengen und der Art der Beutel – unter anderem wurden spezifische Plastiktüten mit Muschelschalen gefunden – ist davon auszugehen, dass die Abfälle nicht aus einem gewöhnlichen Privathaushalt stammen. Bisherige Ermittlungen des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) verliefen jedoch ohne konkretes Ergebnis.
Da die Verunreinigungen oft unmittelbar nach der Reinigung durch den Bauhof erneut auftreten, bittet die Stadt Detmold Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Blomberger Straße beobachtet haben, sich zu melden. Hinweise werden vertraulich behandelt.







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