Beste Stimmung herrscht beim Festumzug in Kalldorf. Foto: Reiner Toppmöller
Kalletal-Kalldorf. Im Jahr 2010, als Jürgen II. Schneider zusammen mit Annette I. Bunte als Prinz die Kalldorfer Narren regierte, war das Wetter so schlecht, dass der große Festumzug im Februar ausfallen musste und auf Ostern verschoben wurde. Auch in diesem Jahr stand der karnevalistische Höhepunkt in Kalldorf zeitweise auf der Kippe.
Noch eine Woche vor dem Ereignis lag so viel Schnee auf dem Sportplatz, dass das Aufstellen des Festzeltes in den Sternen stand. Gott sei Dank hat der Elferrat aber einen Weg gefunden und auch der Schnee hatte sich bis Samstag zurückgezogen. Die einzelnen Schneeflocken, die dann aber doch noch den Weg zur Erde fanden, störten keinen mehr.
1 von 49
Fotos: Reiner Toppmöller
Und so startete der 67. Festumzug mit 1.000 Teilnehmern und 57 Gruppen pünktlich um 14 Uhr. Sieben große Wagen, darunter „Winters Companie Limited“, ein riesiger Pub, das doppelstöckige Schloss Hogwarts aus „Harry Potter“ und die Live-Band mit der Gruppe „Insent“ darauf, eine ganze Skihütte zum Après-Ski sowie der „Kalldorfer Wilde Westen“ gingen auf die Reise durchs Dorf.
Vorweg eine Gruppe, die sich als Tortenstücke zum Valentinstag geschmückt hatte, und mitten drin das Prinzenpaar, Prinz Tamer I. und Prinzessin Nadine II. Hallagoglu, das dem Tag entsprechend viel Liebe und Herzen verteilte.
Sechs kleine Wagen und rund 40 Fußgruppen bereicherten den Zug und präsentierten sich erneut äußerst kreativ, sowohl in der liebevollen Gestaltung ihrer Wagen als auch in ihren detailverliebten Kostümen.
Zu sehen gab es die Gruppe der weißen und schwarzen Wölfe mit ihren aufwändigen Kostümen oder die Panzerknacker, die Goldbarren und –münzen auf ihrem Anhänger mitführten und mit einem Straßenschild auf den Bankraub in Gelsenkirchen hinwiesen.
Auch die Baywatch-Gruppe, die auf der Karnevalsparty einen grandiosen Auftritt hatte, zog mit. Zudem tummelten sich Astronauten, Matrosen, eine Gruppe Hexen, die Spieluhren, die Blumenmädchen und natürlich die Vespa-Fahrerinnen sowie die pinke „Barbie“-Gruppe im Geschehen und sorgten wieder einmal für einen bunten Zug durch das Dorf.
Trotz des Wetters standen auch diesmal wieder zigtausende Zuschauer an der Straße, ebenfalls oft einfallsreich kostümiert, und folgten dem Spektakel.
Am heutigen Montag geht der Karnevalsspaß für diese Saison so langsam seinem Ende entgegen, wenn der Rathausschlüssel traditionsgemäß zurückgegeben wird. Am Aschermittwoch pflanzt das Prinzenpaar dann noch seinen Baum im Prinzenwald mit anschließendem Kehraus im Dorfgemeinschaftshaus.
Reiner Toppmöller ist seit Jahrzehnten als Freier Journalist in Ostwestfalen und Nordlippe im Einsatz. Sein Motto: „Um die Menschen zu erreichen, braucht es gute Informationen. Dafür arbeite ich und bin in der Region unterwegs.“
Mit der Einstellung, ehrlich und offen zu berichten, schreibt der Mann, den man nur mit Hut kennt, seit mehr als 30 Jahren für viele Redaktionen, nicht nur in OWL.
Die lokale Politik, aber auch das tägliche Geschehen, mit schönen und hochinteressanten Geschichten der Region, bilden dabei seine Schwerpunkte. Die Arbeit mit den Menschen steht dabei für ihn immer im Vordergrund.
Set your Author Custom HTML Tab Content on your Profile page