Rosenmontag gegen 16 Uhr: Lages Karnevalisten wieseln zwischen Mottowagen umher und bieten den zahlreichen Zaungästen ein buntes Spektakel. Die Webcam des Stadtmarketings hat’s festgehalten. Auf das Foto klicken, um es zu vergrößern.
Lage. Ausnahmezustand am heutigen Montag in der City: Tausende Zaungäste verfolgen den Karnevalsumzug, der am Nachmittag durch die Straßen rollt, und selbst die Ampeln scheinen im Takt von „Lage Helau!“ zu blinken. Es ist der neunte Umzug in der Geschichte des Lagenser Karnevals und er steht unter dem Motto:
„LAGE lacht und Lippe bebt – weil’s ohne Narren nicht mehr geht!“
Bunt verkleidete Jecken tänzeln zwischen den Mottowagen durch die Innenstadt, einer kreativer als der andere. Die Wagen sind thematisch lokal geprägt: viel Vereinsleben, aktuelle Themen aus Politik und Stadtgeschehen, Wortspiele mit „Lage“ und natürlich ordentlich Musik. Kamelle, Gummibärchen, Bonbons und Schokoriegel fliegen in hohem Bogen ins närrische Volk. Die Kinder stehen mit ausgebreiteten Taschen am Straßenrand; die Erwachsenen tun so, als würden sie „nur für die Kleinen“ sammeln – während sie sich im nächsten Moment mit sportlichem Hechtsprung auf einen Schokokuss stürzen. Selbst die sonst so ruhigen Straßen von Lage wirken heute wie ein brodelnder Hexenkessel aus Glitzer, Gelächter und guter Laune.
Und wenn am Ende des Zuges die letzten Bonbons geworfen sind, knistert es noch lange in Jackentaschen und Rucksäcken – der wahre Schatz des Tages. Denn eines ist sicher: In Lage regnet es heute nicht Wasser – sondern Zucker. Ist ja auch nicht anders zu erwarten in einer „Zuckerstadt“.
Ich bin ein Zwitterwesen. Ein halbes Arbeitsleben lang Lehrer, die andere Hälfte Journalist. Und immer beides zugleich: Als Deutschlehrer habe ich meinen Schülern eine praktische Nutzung der Sprache abverlangt und mit ihnen „Zeitung in der Schule“ veranstaltet. Als Journalist in verschiedenen Tageszeitungen haben mich immer die Schüler dort – die sogenannten Volontäre – interessiert, denen ich unbedingt etwas beibringen wollte.
Jenseits der Ruhestandsgrenze mache ich nun auf Freier Mitarbeiter, statt die Füße hochzulegen. Warum? Weil ich’s kann und weil das Gehirn auf Touren gehalten werden will. „Die Realität ist immer zu wenig“, haben die Romantiker gesagt und hatten recht. Durch dokumentierende Aneignung mache ich mehr daraus: Realität wird gewissermaßen zur „Wirklichkeit“ potenziert. Deshalb habe ich eine eigene Online-Zeitung für Lage ins Leben gerufen: lage-aktuell.de Ich beanspruche den Titel: Nachhaltigster News-Lieferant für Lage (NNL). Deshalb arbeite ich ganz eng mit der LWZ zusammen. Artikel bleiben hier lange sichtbar und landen nicht – wie die Tageszeitung – sofort nach der Lektüre im Altpapier.
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