Lage. Der Rosenmontag begann in Lippe am Morgen mit einer geschlossenen Schneedecke und endete mit dem närrischen Treiben in der Karnevals-Hochburg Lage. Da hatte Petrus ein Einsehen mit dem Rosenmontagszug gehabt und servierte dazu moderate Temperaturen über dem Gefrierpunkt und hielt alle Regenwolken zurück.
Keineswegs moderat ging es auf den Straßen rund um den Marktplatz zu: Da kochte die Stimmung hoch, schon als auf der Bühne die Lagenser Narrenfreiheit zum Auftakt das Publikum zum Mitsingen und -tanzen brachte. Um 16.11 Uhr setzte sich dann der pünktlichste Zug Lippes in Bewegung: Insgesamt 33 verschiedene Gruppen waren dem närrischen Aufruf gefolgt: „Lage lacht und Lippe bebt, weil’s ohne Narren nicht mehr geht.“ Selbst Bürgermeister Matthias Kalkreuter hatte seinen Platz im ersten Wagen zusammen mit der Zugleitung gefunden.
Nicht nur er verteilte unter dem närrischen Volk fleißig „Kamelle“, die nicht nur von den Kindern unter den Zuschauern begeistert gesammelt wurden. Von einfachen Bonbons über kleine Packungen Gummibären bis zu Chipstüten gab es da allerhand zu erhaschen, wobei sich keiner der teilnehmenden Vereine geizig zeigte, sondern im Gegenteil die Zuschauer höchst großzügig bedachte. „Die höchste Kamelle-Dichte in ganz NRW“, meinte einer der Jecken erfreut.
Zahlreiche Fußgruppen der verschiedenen Kitas waren ebenso wieder dabei wie Prinzenpaare, die TG Tanzgarde und auch die Gäste vom Karnevalsverein Stukenbrock, die ihrerseits „30 Jahre Kinderkarneval“ feierten. Mit viel Liebe waren die verschiedenen Wagen bunt dekoriert, darunter auch die Zuckerfabrik mit dem eigenen Motto „Die Rübe tanzt, der Kessel bebt, die Zuckerfabrik feiert, bis nichts mehr steht“.
Für Live-Musik sorgte der Spielmannszug der Feuerwehr Lage, während die Sounds aus den Lautsprechern der großen Wagen auch für die passende Untermalung bei den vielen „Helau“-Rufen sorgten. Vor Ort war auch der WDR, der für die aktuelle Stunde im Fernsehen Aufnahmen machte.
Nicht nur die Teilnehmer in Zug waren fantasievoll verkleidet, auch die vielen Zuschauer waren der Tradition gefolgt und zeigten sich von Dinosauriern über Piraten bis zu Eisbären und Weihnachtsmännern. Nach dem Zug gab es auf der Bühne noch die gesangliche Abschlussvorstellung, bevor der Kneipenkarneval so richtig losging.
Schon in weniger als neun Monaten, am 11. November, startet dann die kommende Session erneut auf dem Marktplatz.
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Schülerzeitung, Jugendzeitung, Stadtzeitung und schließlich das Volontariat bei einem Zeitschriften-Verlag: Dort konnte Robert Pairan seine Leidenschaft für das geschriebene Wort und den Motorradsport verbinden. Nach einiger Zeit in der Presseabteilung des Automobilclubs von Deutschland (AvD) machte er sich schon vor mehr als 39 Jahren als freier Journalist und Fotograf selbständig. Der Beutelipper („Nach Detmold der Liebe wegen“) war schon damals in der Region für die Lippische Rundschau und später auch für den Postillon in Lage tätig. Auch wenn er für seine Sportberichte oft international unterwegs ist, ist er bei der Lippischen Wochenzeitung ein Mann der ersten Stunde.










