
Kalletal. Mit dieser Nachricht zum Aschermittwoch hat wohl keiner gerechnet: Gabriele Dostal, Geschäftsführerin und kaufmännische Leitung des im April 2025 eröffneten MVZ Kalletal, hat ihren Vertrag zum 31. Mai dieses Jahres gekündigt.
Das ist umso erstaunlicher, als die Gemeinde seit der Gründung rund eine Millionen Euro liquide Mittel in das Kommunale Medizinische Versorgungszentrum gepumpt hat. Die letzten 300.000 Euro wurden gerade erst aufgrund eines Bürgerbegehrens durch den Rat beschlossen.
Gabriele Dostal begründet ihre Kündigung mit politisch motivierten Angriffen. In ihrem Schreiben an die Gemeinde geht sie davon aus, dass sich dies auch nicht ändern werde. Für sie und die Mitarbeiter sei das eine emotionale und arbeitsseitige Belastung, heißt es weiter.
Bis eine neue Geschäftsführung gefunden sei, will sie aber als Geschäftsführerin mit einem Vier-Wochen-Vertrag mit 14-tägiger Kündigungsfrist weitermachen. Fände man diese nicht, gäbe es ab dem 1. Juni keinen mehr, der sich um die Abrechnungen, Gehaltszahlungen und Steuerabgaben kümmere, heißt es am Ende.
Die Aussage, der Vertrag würde aufgrund der politischen Angriffe gekündigt, hat schon eine gewisse Brisanz. Gabriele Dostal, die im Kalletal so gut wie niemand gesehen hat, hat in der Zeit vor der Kommunalwahl die UKB vor Gericht gezogen.
Ihr Vorwurf, den sie seitdem, wie auch Bürgermeister Mario Hecker, wiederholte, lautete damals „Rufschädigung“. Eigene Fehler wurden nicht in Betracht gezogen. Aufforderungen der CDU-Fraktion, Zahlen offen zu legen oder an Gesprächen teilzunehmen, ist sie nicht nachgekommen.
Ihre jetzige Kündigung auf Grundlage von politischen Angriffen lässt Vermutungen nach weiteren Zuschüssen in sechsstelliger Höhe für das MVZ in kommender Zeit offen und ist letztlich ein Schlag ins Gesicht von Bürgermeister Mario Hecker.









