Bielefeld‑Gellershagen. In Bielefeld‑Gellershagen ist ein Streit im Straßenverkehr am Dienstag, 17. Februar, in eine handfeste Auseinandersetzung übergegangen. Nach Angaben der Polizei soll ein Wortgefecht zwischen zwei Autofahrern an der Straße Schelpsheide eskaliert sein – einer der Männer habe dabei eine PTB‑Schreckschusswaffe gezogen.
Laut Polizeibericht seien ein Taxifahrer und ein 70‑jähriger Bielefelder gegen 11.25 Uhr an einer Fahrbahnverengung zum Stillstand gekommen, weil beide zeitgleich die Engstelle passieren wollten. Nachdem zunächst keiner der Beteiligten bereit gewesen sein soll, zurückzusetzen, hätten sich die Männer durch die Seitenfenster gestritten und seien schließlich ausgestiegen.
Der Taxifahrer habe später erklärt, der 70‑Jährige habe nach dem Aussteigen unvermittelt eine Waffe gezogen und gedroht, auf ihn zu schießen. Nachdem der ältere Mann die Schreckschusspistole wieder eingesteckt habe, habe der Taxifahrer versucht, ihm die Waffe zu entwenden. Nach einem kurzen Gerangel sei ihm dies gelungen.
Der Opelfahrer schilderte den Beamten hingegen, der Taxifahrer habe ihn am Arm gepackt und mehrfach geschubst. Um weitere Angriffe zu verhindern, habe er daraufhin seine PTB‑Waffe aus der Jackentasche gezogen und dem Kontrahenten verdeutlicht, Abstand zu halten.
Beim Eintreffen der Polizei hätten sich die beiden Beteiligten bereits beruhigt, die Waffe befand sich im Taxi. Die Beamten durchsuchten den 70‑Jährigen und stellten einen kleinen Waffenschein sicher, den er bei sich trug.
Aufgrund der widersprüchlichen Aussagen leiteten die Einsatzkräfte Ermittlungen gegen beide Männer ein: gegen den 70‑Jährigen wegen Bedrohung, gegen den Taxifahrer wegen Körperverletzung.




