
Lage-Hörste. Alle zehn Jahre auf dem Prüfstand: Das ist so üblich in den Luftkurorten. Dann wird nämlich gecheckt, ob Lages Westen dieses Label überhaupt noch verdient. Die Regeln erläuterte Konstantin Plümer, Dezernent der Bezirksregierung Detmold, vor 80 Gästen der Festveranstaltung im «rehabilitierten» Haus des Gastes.
Die Anerkennung als «Luftkurort» basiert auf speziellen Kurortgesetzen bzw. -verordnungen. Dabei wird unter anderem geprüft: Luftqualität, Klima (z. B. Reiz- oder Schonklima), Umweltbelastung, Infrastruktur und Kurangebote, Erholungswert des Ortes.
Wird bei der turnusmäßigen Prüfung festgestellt, dass die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind, kann der Status aberkannt werden. Denn Erholungsuchende sollen im Paket bekommen, was draufsteht. Nun habe Hörste, am Fuße des Teutoburger Waldes gelegen, aber auch besonders gute Karten, das Spiel zu gewinnen, führte Plümer aus.
Bürgermeister Matthias Kalkreuter legte den Schwerpunkt seiner Festrede auf das frisch durchgestylte «Haus des Gastes»: Viele Aktive hätten sich für die Renovierung eingesetzt und dieses kulturelle Zentrum in ein wahres Schmuckstück verwandelt, in dem nun eine große Palette von interessanten Veranstaltungen stattfinden kann. Ein reger Austausch, aus dem große und kleine Ideen hervorgehen könnten. Durch die Aktivität und das gezeigte ehrenamtliche Engagement konnten rund 700.000 Euro Fördermittel erschlossen werden.
Festredner Holger Teßnow, Pfarrer im Lagenser Westend, malte in seinem launigen Festvortrag in leuchtenden Farben aus, was man in dem aufgehübschten Kulturzentrum nun alles anstellen kann: «Nun steht es da, das feine Juwel, heute wird es beseelt durch den Duft von Kaffee, Sekt mit Orangensaft und etlichen Stößen von Parfüm, welche miteinander konkurrieren und um die Lufthoheit ringen.» Das Haus sei weit mehr als «Steine, Glas, Fußboden, Heizung und Licht. Ein Haus ist das, was Menschen in ihm erleben!» Er hoffe darauf, dass dieses Haus «Inspiration und frische Luft zu klaren Gedanken der Verständigung» liefere. Pfarrer Holger Teßnows fulminante
Hörste-Rede hier =>





