
Lemgo. Im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake eröffnet am Dienstag, 3. März, die vielfach ausgezeichnete Wanderausstellung „Liebe oder Last?! – Baustelle Denkmal“.
Zur Vernissage ab 15 Uhr sprechen Jörg Düning‑Gast (Verbandsvorsteher Landesverband Lippe), Markus Baier (Bürgermeister Lemgo) und Dr. Steffen Skudelny (Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz). Die musikalische Gestaltung übernehmen Florian Altenhein und Manuel Konnerth.
Auf 200 Quadratmetern präsentiert die Ausstellung eine in der Anmutung einer Baustelle gestaltete Schau: Sechs interaktive Stationen bestehen aus vier Meter hohen, blau lackierten Gerüstelementen und Holzelementen als symbolische Laufplanken. Im Mittelpunkt stehen Baudenkmäler als strahlende Wahrzeichen, oder als belastende Sorgenkinder. Ungewissheit, mangelndes Bewusstsein und fehlende Wertschätzung gelten laut Ausstellungsmachern als große Gefahren für das baukulturelle Erbe.
Gleich zu Beginn wählen Besucher per Buzzer zwischen „Liebe“ oder „Last“. Die Ausstellung lädt ausdrücklich zum Mitmachen, Anfassen und Ausprobieren ein und richtet sich damit an alle Sinne. Ein Motto, das immer wieder zu lesen ist: „Betreten der Baustelle erwünscht!“
Die Schau ist zweigeteilt: Im „Freiraum“ zeigen historische Aufnahmen des Schlosses Brake den Wandel des Ortes. Im zweiten Raum hängen großformatige Fotos bedeutender Denkmäler aus der Region, darunter das Hermannsdenkmal, Schloss Detmold und das Lippische Landestheater. Zudem erfahren Gäste, dass bekannte Bauwerke wie das Holstentor in Lübeck einst vom Abriss bedroht waren.
Die sechs Stationen beleuchten unterschiedliche Aspekte des Denkmalschutzes. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Angeboten für Kindergärten und Grundschulen sowie öffentlichen Führungen (täglich von 11 bis 12.30 Uhr) ergänzt den Ausstellungsbesuch. Informationen sind auf der Museumswebsite zu finden.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, größte private Initiative für den Erhalt gefährdeter Denkmäler in Deutschland, engagiert sich seit 1985 mit Notfallrettungen, Bildungsprogrammen und der bundesweiten Aktion „Tag des offenen Denkmals“. Rund 600 Projekte werden jährlich durch Spenden und aktive Mithilfe unterstützt. Weitere Informationen gibt es online.




