
Die CDU Lage setzt sich dafür ein, das Netz der Straßen- laternen an Wesertal-Westfalen-Netz (WWN) zu verkaufen. Grund: Der angeschlagene städtische Haushalt lasse keine andere Wahl. Dabei geht es weniger darum, einen hohen Verkaufspreis zu erzielen, und mehr darum, die Stadt von Unterhaltungskosten zu entlasten.
Hier die Mitteilung der CDU im Wortlaut:
«Die CDU-Fraktion hat Vertreter der Westfalen Weser Netz GmbH (WWN) zu einer vertieften Informationsveranstaltung eingeladen, um alle offenen Fragen zur möglichen Übertragung des städtischen Straßenbeleuchtungsnetzes an WWN abschließend zu klären. An dem Termin nahmen auch Vertreter der Fraktionen „Aufbruch C“ und FDP teil. Die Initiative ging von der CDU-Fraktion aus. Nach der konstituierenden Sitzung des neuen Rates im November 2025 mit vielen neu gewählten Mitgliedern fehlte es an einer ausreichenden, neutral und detailliert aufbereiteten Informationsgrundlage. Neue Ratsmitglieder, unabhängig von ihrer Fraktionszugehörigkeit, sollten nicht ohne vollständigen Überblick abstimmen müssen. Verantwortung für Transparenz – nicht für Verzögerung. Genau hier hat die CDU Verantwortung übernommen. Ziel war es, eine vollständige, sachlich fundierte Entscheidungsbasis zu schaffen. Im Fokus standen technische Details, wirtschaftliche Auswirkungen, vertragliche Rahmenbedingungen sowie Modernisierungsperspektiven wie die LEDUmrüstung. Durch die direkte Einbindung der WWN-Experten konnten zahlreiche fachliche Fragen sachlich und kompetent geklärt werden. Entgegen mancher Darstellungen bestand im Dezember 2025 kein akuter Zwang zur Sofortentscheidung. Die WWN hat dies bestätigt: Eine Ratsentscheidung sei bis spätestens 30. Juni 2026 erforderlich.
Die CDU-Fraktion hat diese Zeit bewusst genutzt, um Transparenz herzustellen und eine breite, faktenbasierte Diskussion zu ermöglichen: Das ist seriöse Kommunalpolitik im Interesse aller Lagenser Bürgerinnen und Bürger. Die Haushaltslage lässt keine andere Wahl. Nach dieser Veranstaltung liegen alle entscheidungsrelevanten Fakten vor. Angesichts der anhaltend angespannten Haushaltslage bietet die Übertragung eine verantwortungsvolle finanzpolitische Option, einen einmaligen Mittelzufluss zur Tilgung von Kassenkrediten sowie dauerhafte Entlastung des Haushalts, und damit mehr Spielraum für Investitionen in Bildung, Soziales und Infrastruktur. Durch die Integration in das regionale Netz der WWN entstehen zudem klare Synergieeffekte, eine schnellere und kostengünstigere Umrüstung auf energieeffiziente LED-Technik, geringere Betriebs- und Instandhaltungskosten sowie höhere Ausfallsicherheit. Westfalen Weser Netz ist ein erfahrener, mehrheitlich kommunal getragener Betreiber, der bereits das Stromnetz in Lage betreibt. Die Versorgungssicherheit bleibt langfristig gewährleistet und die Stadt behält die Steuerungshoheit über Standorte, Masten und Leuchten.»




