Mit Verbandsvorsteher Jörg Düning-Gast (Fünfter von rechts), dem Bundestagsabgeordneten Robin Wagener (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen in der Verbandsversammlung, Vierter von rechts) sowie Falk Niehage (stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender in der Verbandsversammlung, Dritter von rechts), freuen sich die Fachbereichsleiter über den Jahresbericht des Landesverbandes Lippe für das Jahr 2025: (von links) Andreas Tewes (Fachbereichsleiter Personal und Organisation), Silvia Herrmann (Leiterin Weserrenaissance-Museum und stellvertretende Leiterin Lippisches Landesmuseum), Peggy Pfaff (Pressereferat), Marcos Canosa (Kämmerer), Dr. Mayarí Granados (stellvertretende Leiterin Kulturagentur), Jochen Brunsiek (Leiter Kulturagentur), Susanne Hoffmann (Leiterin Forstabteilung) und Dirk Wemhöner (Finanzabteilung). Foto: Reiner Toppmöller

Kreis Lippe/Lemgo-Brake. Unter Mitwirkung der zuständigen Fachbereichsleiter und politischen Vertreter der Verbandsversammlung, stellte der Verbandsvorsteher des Landesverbandes Lippe (LVL), Jörg Düning-Gast, in dieser Woche den Bericht für das Jahr 2025 vor.


„Drei große Themen haben die zurückliegenden zwölf Monate in den Kulturinstituten und Abteilungen besonders geprägt: das Jubiläum des Hermannsdenkmals, neue Rekorde und ein großer Schritt bei der Digitalisierung der Verwaltung“, so Düning Gast.

2025 stand ganz im Zeichen des großen Lippers Arminius/Hermann: Der 150. Geburtstag des Hermannsdenkmals war ein Anlass, ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm anzubieten und am 16. August eine bunte Party zu Füßen des Denkmals zu feiern. Verbands­vorsteher Jörg Düning-Gast blickte bei der Präsentation des Berichts zufrieden auf die zahlreichen Vereine, Gemeinden und Kulturträger zurück, die am Jubiläumsprogramm mitgewirkt haben.

Mit neuen Rekorden konnten die Denkmäler und Kulturinstitute des Landesverbandes glänzen: „Die Besteiger­zahlen am Hermannsdenkmal wuchsen auf 91.982 und im Hermanneum haben wir unglaubliche 160.705 Gäste gezählt“, erklärte Düning-Gast erfreut.

Auch das Weserrenaissance-Museum konnte mit 20.935 Besuchern die 20.000er-Marke knacken. Und die Galerien in der Malerstadt Schwalenberg zählten 3.320 Kunstfans, berichteten Silvia Herrmann und Dr. Mayarí Granados. „Das ist eine schöne Steigerung gegenüber dem Vorjahr, die wir vor allem der Ausstellung mit Werken von Marc Chagall verdanken“, so Düning-Gast.

Für das dritte bedeutsame Thema des Jahres zeichnete die Infrastrukturabteilung mit ihrem Fachbereich IT verantwortlich. „Wir haben in unserer IT-Struktur den Sprung zu einer modernen Cloud-Collaboration-Plattform gewagt, die das parallele, gemeinsame Arbeiten an Projekten deutlich vereinfacht und auch das Arbeiten aus dem Homeoffice erleichtert. Der Grundstein für die moderne Landesverbands-Verwaltung ist gelegt“, sagte der Verbandsvorsteher.

Am Hermann wurde aber nicht nur gefeiert, sondern auch mit der Stadt Detmold der dritte Bauabschnitt zur Attraktivitätssteigerung vorbereitet. An den Externsteinen wurde zudem der Vorplatz barrierearm gestaltet.

„Unsere Forstfachleute haben in unseren Wäldern wieder unermüdlich Bäume gepflanzt, Naturschutzflächen gepflegt und erneut Unterstützung aus der Bürger- und Unternehmerschaft erhalten. Darüber hinaus haben sie ein neues Forstkonzept erarbeitet, damit die Landesverbandswälder in Zukunft noch heterogener, artenreicher und klimastabiler werden“, führte Düning-Gast weiter aus.

Bei den Ackerflächen sorge man für Stabilität durch Pachtland und achte darauf, dass die Flächen nicht zu groß würden. Rund 412 Pächter beackern das Land des LVL mit einer durchschnittlichen Pachtfläche von neun Hektar.

Zahlreiche Kulturveranstaltungen wurden 2025 ebenfalls angeboten, die Museen konnten mit ihren Ausstellungen, unter anderem „Denk:Mal – 150 Jahre Hermannsdenkmal” und „A KInd of Art – Künstliche Intelligenz trifft (Weser-)Renaissance”, punkten, die Burg Sternberg zog mit ihrem Burgbeben-Festival wieder 1.000 Fans an und soll im laufenden Jahr mit der neuen Leitung wieder stärker aktiviert werden, berichtete Jochen Brunsiek.

„Das solide Zahlenwerk für all das lieferte die Finanzabteilung, die das Zukunftskonzept konsequent fortschreibt und umsetzt. Das Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt bis 2031“, so Kämmerer Marcos Canosa, der stolz eine Bilanzsumme von 470.000 Euro aufweisen kann und die neuen Vorgaben der Haushaltskonsolidierung erreicht hat. Auch sei man jetzt mit einer professionellen Unterstützung zur Akquise von Fördermittel bedacht. Das hätte es bisher nicht gegeben und würde in Zukunft Investitionen in vielen Dingen preiswerter machen, sagte der Kämmerer weiter.

Der Verbandsvorsteher bedankte sich herzlich bei der gesamten Belegschaft und der Verbandsversammlung für ihre Arbeit und ihr Engagement sowie bei allen Kooperationspartnern: „Ich sehe ganz Lippe, aber auch den Landesverband, auf einem guten Weg. Gemeinsam können wir Lippe nach vorne bringen, eine Gesellschaft des Miteinanders und Füreinander-Einstehens schaffen sowie Innovation und kreative Kraft fördern.“

Der Jahresbericht 2025 ist, wie in den Vorjahren, mit Kunstförderung verknüpft: „Wir haben das Kunstwerk ‚Demokratisches Leben weltweit 2025‘ der Detmolder Künstlerin Irene Schramm-Biermann erworben, das in der Ausstellung ‚Demokratie – Stimme der Freiheit‘ in Schwalenberg zum Jahreswechsel 2025/2026 zu sehen war. Das Werk verdeutlicht, dass die Demokratie als Staatsform keine Selbstverständlichkeit mehr ist und Autokratien im Aufwind zu sein scheinen. Doch nur in einer Demokratie können Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Überzeugung, frei und selbstbestimmt leben. Freiheit und Selbstbestimmung, das waren auch die Ziele von Hermann dem Cherusker. Hier schließt sich der Kreis: Zu seinem 150. Geburtstag animierte uns das Hermannsdenkmal, für Frieden, Völkerverständigung und Respekt einzustehen“, so Düning-Gast abschließend.