Symbolbild. Foto: Pixabay

Herford. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Polizei Bielefeld soll es am Dienstagabend, 7. April, in Herford zu einem schweren Gewaltverbrechen gekommen sein.


Ein 44-jähriger Mann aus Herford steht demnach im dringenden Tatverdacht, seinen 25‑jährigen Stiefsohn mit einem Messer lebensgefährlich verletzt zu haben. Die Ermittlungen übernimmt eine Mordkommission der Polizei Bielefeld.

Wie die Polizei mitteilte, habe der 25‑jährige Herforder gegen 19.15 Uhr den Notruf gewählt und angegeben, von seinem Stiefvater mit mehreren Messerstichen angegriffen worden zu sein. Einsatzkräfte hätten den schwer verletzten Mann vor einem Wohnhaus an der Dieselstraße in Herford angetroffen. Der tatverdächtige 44‑Jährige sei wenig später in der Wohnung widerstandslos festgenommen worden.

Der Verletzte sei umgehend in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert worden. Laut Polizeiangaben habe sich sein gesundheitlicher Zustand nach dem Eingriff stabilisiert, Lebensgefahr habe jedoch zunächst bestanden.

Die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts werden von einer Mordkommission der Polizei Bielefeld geführt. Die Sonderkommission steht unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz und setzt sich aus Beamten der Polizei Bielefeld sowie der Polizei Herford zusammen.

Zu den Hintergründen der Tat machte die Staatsanwaltschaft bislang keine Angaben. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen seien die Motive des 44‑jährigen Herforders weiterhin unklar. Die Staatsanwaltschaft habe deshalb die Vorführung des Tatverdächtigen beim Amtsgericht Bielefeld mit dem Ziel der Untersuchungshaft beantragt.

Der 44‑Jährige sei am Mittwochnachmittag, 8. April, dem zuständigen Haftrichter vorgeführt worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Dieser habe antragsgemäß einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen. Der Mann befinde sich nun in Untersuchungshaft.