Brrr, ist das kalt, wenn die Heizung abgestellt ist. Draußen ist’s wärmer. Aber noch habe ich mich nicht in einen Eisblock verwandelt wie im Film „Frozen Teacher“, den ich seinerzeit mit Schülern des Grabbe-Gymnasiums Detmold gedreht habe (Minute 2:00). Eine treffliche Vision dessen, was mir gut zehn Jahre später von den Stadtwerken her drohen würde. 
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Lage. Klingt gut: Statt Low-Gas soll nach der Umstellung Ende April High-Gas in meine Gastherme strömen und mein Haus effektiver erwärmen. Denn im High-Gas steckt angeblich mehr Energie als in der bisherigen Low-Variante der Gaslieferung. Aber: Bei mir wird gar nichts fließen, weil der Stadtwerke-Monteur, nachdem er einen Stecker abgebrochen hatte, die Heizung für defekt erklärte und mit einem Vorhängeschloss gegen jeden Zugriff und Gebrauch sicherte. Er werde zu gegebener Zeit wiederkommen und die Therme aufschließen, versprach er.


Dann ward er nicht mehr gesehen.

Ich bin inzwischen nicht, wie zu erwarten, erfroren, sondern habe mich mit Tricks der Wärmetechnik über Wasser gehalten. Ich will ja sowieso bald eine Wärmepumpe basteln und mich aller Gas-Sorgen entledigen.

Nun finde ich, gut zwei Wochen nach dem Monteur-Besuch, ein Schreiben der Stadtwerke in meinem Postkasten, in dem mir mitgeteilt wird, dass meine Heizung defekt sei und von  fachkun­digen Technikern meines Vertrauens repariert werden müsse. Und wieder jene 0800er-Telefonnummer, die zu gar nichts führt. Nach erfolgreicher Reparatur möge ich »die vom Vertragsinstallations­unternehmen ausgefüllte Rückmeldekarte per Post oder per Mail an stadtwerke-lage-umstellung@regio­com.com“ zurückschicken.

Wie das? Meine Therme ist doch abgeschlossen, und das »Vertragsinstallationsunter- nehmen­« kann den Erfolg seines Reparaturversuches gar nicht testen. Außerdem verweisen die Stadtwerker auf eine »Mängelkarte« ihre Monteurs, die ich nie erhalten habe. Noch einmal ganz langsam: Der mit der Gasum­stellung beauftragte Monteur der Stadtwerke macht meine Hei­zung kaputt und schließt sie anschließend so ab, das sie nicht repariert werden kann. Die Stadtwerke fordern mich trotzdem zur Reparatur auf, aber zackig, und zwar auf der Basis einer »Mängel­karte«, die ihr Techniker nie ausgestellt hat. Denn dann wäre ja sein Versagen offenkundig geworden.

Was also tun? Ich sage: »Blast euch euer Gas doch in den Allerwertesten.« Ich warte jetzt stoisch auf meine Wärmepumpe. In die Luft jagen könnt ihr mich nicht, weil ihr die Gaszufuhr ja äußerst solide abgestellt habt. Vielleicht muss ich noch ein bisschen frieren. Aber die Wärme hinterher wird mir wie das Paradies vorkommen. Danke dafür!