
Kalletal-Hohenhausen. Nun schon zum zweiten Mal kam Stefan Sauter aus dem Allgäu nach Lippe ins Kalletal, um über seine Reise nach Neuseeland zu berichten und sein Wissen über die Maori-Kultur zu teilen.
Im zweiten Teil seines zweitägigen Angebotes in Lippe gab es einen Haka-Workshop zum Mitmachen. Der Haka ist ein kraftvoller ritueller Tanz der Maori aus Neuseeland, der Körper, Stimme und Geist verbindet.

Am Freitagabend begrüßte der Haka-Lehrer, der auf Vermittlung von Mats Bönnemann („Kallevital“) den Weg nach Lippe fand, mehr als 30 Zuhörer im Bürgerbegegnungszentrum in Hohenhausen. Zur Einstimmung auf das Thema begrüßte er seine Gäste auf Maori.
Der 44-jährige Tänzer, Pädagoge und Ausbilder ist seit 17 Jahren Kulturbotschafter der Maori-Kultur. Mehr als einmal betonte er in dem fast dreistündigen Abend, dass es dabei nicht um kulturelle Aneignung gehe, wie mancher befürchten könnte.
Enthusiastisch und voller Überzeugung berichtete er über die Landschaften in Neuseeland und seine Kontakte zu den Maori. Schritt für Schritt führte er die Zuhörer über viele Begriffe der Maori-Sprache und der Religion und in die spirituelle Welt der Indigenen. Er zeigte auf, dass es beim Haka um Heilung und die Verbindung zu den Ahnen gehe.
Auch spiele die Verbindung zu Vater Himmel und Mutter Erde dabei eine große Rolle. Der Haka („der feurige Atem“) sei kein Kriegstanz, sondern der Ausdruck, die Kraft der Vergebung zu finden und von den Alten zu lernen.
Auch ging Sauter auf die Tattoos der Maori, in ihrer Sprache „Ta-moko”, ein, die individuell die Geschichte ihres Trägers zeigten. Am eigenen „Ta-moko” erklärte er die Bedeutung.
Durch die lange Erfahrung mit Haka, das Studium der Kultur und seine intensive Ausbildung zum Botschafter und Brückenbauer für die Maori hat Stefan Sauter auf seiner Reise die Initiation im Iwi (Stamm) erhalten. Beim Vortrag am Freitag, 10. April, ging er tief hinein in das authentische Wissen, das Teilen von Erfahrung und spannende Interaktionen mit dem Publikum.
Während der Vortrag am Freitag kostenfrei war, war der Workshop am Samstag kostenpflichtig. Dort fanden sich zehn Teilnehmer ein, um das am Freitagabend Gehörte umzusetzen.
Sie bekamen einen Einblick in den kraftvoll rituellen Tanz der Maori, der Körper, Stimme und Geist verbindet. Die Tänzer beim Haka, Männer und Frauen, bewegen sich synchron, voller Stolz, Stärke und Einheit, oft begleitet von lauten Rufen, Stampfen, Zunge rausstrecken und Schlägen auf den Körper und nutzen eine intensive Mimik (aufgerissene Augen, herausgestreckte Zunge), um Energie zu zeigen. Auch Frauen führen den Haka auf, wobei sie oft das Kinn vorstrecken statt die Zunge zu zeigen.
Sowohl Veranstalter Mats Bönnemann als auch Stefan Sauter wollen ihr Angebot wiederholen.



![Kreis Lippe: Dreijähriger Junge und Vater aus Lemgo vermisst [Update]](https://lwz24.de/wp-content/uploads/2023/11/police-974410_1920-218x150.jpg)
