Symbolbild. Foto: Adobe Stock

Kreis Lippe/Leopoldshöhe/Oerlinghausen. Im Kreis Lippe ist in der Gemeinde Leopoldshöhe die Amerikanische Faulbrut (AFB) der Bienen amtlich festgestellt worden.


Zum Schutz der Bienenvölker und zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung hat der Kreis Lippe eine Allgemeinverfügung erlassen und einen Sperrbezirk eingerichtet. Dieser umfasst das Gebiet der Gemeinde Leopoldshöhe sowie angrenzende Bereiche im Norden der Stadt Oerlinghausen.

Der Sperrbezirk liegt ungefähr zwischen Greste im Osten, Barkhausen bis zur B66 im Süden, Berkenbruch im Westen sowie Milse und Evenhausen im Norden. Eine genaue Darstellung ist im Geoportal des Kreises Lippe abrufbar.

 Meldepflicht für Bienenhalter

Alle Besitzer von Bienenvölkern innerhalb des Sperrbezirks sind verpflichtet, ihre Bienenstände bis spätestens Montag, 27. April, beim Veterinäramt des Kreises Lippe per E-Mail oder telefonisch unter 05231/622171 zu melden.

Erforderlich sind der Name, die Anschrift, die Erreichbarkeit sowie der Standort und die Anzahl der Bienenvölker. Diese Maßnahme diene dazu, mögliche weitere Infektionsherde frühzeitig zu erkennen und eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern, betont der Kreis Lippe.

 Wichtige Schutzmaßnahmen im Sperrbezirk

Innerhalb des Sperrbezirks gelten besondere Regelungen: Bienenvölker und Bienenstände werden amtstierärztlich untersucht, bewegliche Bienenstände dürfen nicht umgesetzt werden, Bienen, Waben, Wachs, Honig oder Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden und Bienenvölker dürfen nicht in den Sperrbezirk verbracht werden.

 Keine Gefahr für Menschen

Die Amerikanische Faulbrut ist eine bakterielle Erkrankung der Bienenbrut. Für Menschen ist der Erreger ungefährlich. Auch Honig kann weiterhin bedenkenlos verzehrt werden. Ziel der Maßnahmen sei ausschließlich der Schutz der Bienenvölker und damit auch der wichtigen Bestäubungsleistung für Landwirtschaft und Natur.


Weitere Informationen sowie Hintergründe zur Amerikanischen Faulbrut gibt es auf der Homepage des Kreises Lippe sowie auf der Seite des Landesamts für Verbraucherschutz und Ernährung Nordrhein-Westfalen.