
Kreis Lippe/Detmold/Bielefeld. Wenn am Sonntag, 26. April, um 11 Uhr am Hermannsdenkmal der Startschuss fällt, ist eines sicher: Der Hermannslauf bleibt ein Publikumsmagnet, sowohl auf als auch neben der Strecke.
Auch in seiner 54. Auflage war der Kultlauf durch den Teutoburger Wald erneut in Rekordzeit ausgebucht. Die 7.000 Startplätze für den Hauptwettbewerb waren bereits nach 35 Minuten nach Öffnung der Anmeldung im Januar vergeben. Damit wurde selbst das hohe Tempo der Vorjahre deutlich übertroffen.
Bevor sich die Läufer auf die 31,1 Kilometer vom Hermannsdenkmal bis zur Sparrenburg in Bielefeld machen, werden sie zuvor in insgesamt fünf Startgruppen aufgeteilt, die mit jeweils sechs Minuten Abstand auf die Strecke gehen. Die Einteilung erfolgt auf Grundlage der Vorjahresergebnisse, vergleichbarer Leistungen oder der angegebenen Zielzeit.
Die Zeitmessung erfolgt mithilfe eines elektronischen Chips, der am Schuh befestigt wird. Das Zeitlimit beträgt fünf Stunden ab dem Start der letzten Gruppe. Jeder Teilnehmer, der das Ziel erreicht, wird mit einer Medaille ausgezeichnet.
Die Ausgabe der Startnummern erfolgt am Samstag, 25. April, von 12 bis 17 Uhr im Lenkwerk in Bielefeld sowie am Sonntag, 26. April, von 6.20 bis 8.45 Uhr in der Turbinenhalle der Stadtwerke Bielefeld (Schildescher Straße 16). Neu ist in diesem Jahr die Möglichkeit, sich die Startnummer samt Kleiderbeutel innerhalb Deutschlands per Post zusenden zu lassen.
Die Teilnehmer haben zudem die Möglichkeit, einen vom Veranstalter TSVE Bielefeld organisierten Bustransfer von Bielefeld – ab 6.30 Uhr vom Gelände der Stadtwerke Bielefeld (Zugang Schildescher Straße), Fahrzeit circa 50 Minuten – oder den Pendelverkehr vom Bahnhof in Detmold – ab 7.15 Uhr, Fahrtzeit etwa 20 Minuten – zum Start am Hermannsdenkmal zu nutzen.
Weitere Wettbewerbe
Neben dem Hauptlauf gibt es den „Sparkassen-Mini-Hermann“ für bis zu 400 Kinder mit einer Strecke von 2,5 Kilometern auf der Sparrenburg-Promenade (Start: 11.30 Uhr) sowie einen Wander- und Walking-Wettbewerb mit 1.000 Teilnehmern über die reguläre Strecke mit einem Zeitlimit von acht Stunden und 30 Minuten. Dieser startet ab 8 Uhr. Dabei wird weder eine Wertung nach Altersklassen noch eine Siegerehrung durchgeführt. Stattdessen erfolgt eine Bruttozeitnahme im Ziel.
Zuschauer und Atmosphäre
Der Hermannslauf zählt bekanntermaßen zu den anspruchsvollsten Läufen Deutschlands. Mehrere hundert Höhenmeter, schmale Waldwege und markante Anstiege wie der Oerlinghauser Tönsberg oder die Lämershagener Treppen verlangen den Teilnehmern alles ab.
Zudem ist er für seine mitreißende Atmosphäre entlang der Strecke bekannt. Zuschauer-Hotspots wie der Tönsberg in Oerlinghausen oder der Zieleinlauf an der Sparrenburg bieten beste Möglichkeiten, die Läufer anzufeuern und Teil des Events zu sein.
Neben ambitionierten Spitzenläufern gehen vor allem zahlreiche Hobbyathleten an den Start. Für viele ist der Hermannslauf weniger ein Rennen als vielmehr ein persönliches Ziel.
Wer krönt sich zum Sieger?
Sportlich richtet sich der Blick bei den Männern natürlich wieder auf Elias Sansar. Nach seinem zweiten Platz im vergangenen Jahr hinter Florian Bochert möchte der Rekordsieger (16 Siege) in diesem Jahr wieder ganz oben auf dem Treppchen Platz nehmen. Ein Vorhaben, das Bochert mit Sicherheit zu verhindern versuchen wird. Die Zuschauer dürfen sich also auf ein spannendes Rennen freuen.
Bei den Frauen wird Titelverteidigerin Ann-Christin Opitz, die direkt bei ihrem Debüt triumphieren konnte, in diesem Jahr hingegen nicht an den Start gehen. Die 27-Jährige erlitt vor wenigen Wochen einen leichten Schlaganfall, glücklicherweise ohne bleibende Schäden, der einen Start für sie unmöglich macht.
Geänderte Öffnungszeiten am „Hermann“
Der Landesverband Lippe weist zudem auf geänderte Öffnungszeiten am Tag des Hermannslaufs hin, die Auswirkungen auf die Erreichbarkeit des Hermannsdenkmals haben. Aufgrund der Laufveranstaltung ist der Aufstieg zum Denkmal erst ab 12 Uhr möglich. Die Tourist-Information, das Hermanneum und der Kletterpark am Hermannsdenkmal öffnen ebenfalls erst ab 12 Uhr. Die Zufahrt zum Parkplatz am Hermannsdenkmal über die Hindenburgstraße wird ab 11.30 Uhr wieder möglich sein.




