
Kreis Lippe. Ungefähr jeder fünfte Autofahrer ist schneller unterwegs, als die Polizei erlaubt. Exakt 1.800 Zuschnellfahrer von rund 9500 kontrollierten Fahrzeugen: Das ist die Bilanz der Kontrollwoche der lippischen Ordnungshüter im Rahmen der bundesweiten ROADPOL-Kontrollwoche »Speed«, durchgeführt vom 13. bis 19. April. Bei den verstärkten Messungen wirkten sowohl der Verkehrsdienst als auch die einzelnen Polizeiwachen mit.
Insgesamt wurden in der »Speed«-Kontrollwoche die Geschwindigkeiten von rund 9.500 Fahrzeugen in Lippe gemessen. Etwa 1.800 Fahrzeuge davon fuhren mit zu hohem Tempo und begingen Geschwindigkeitsverstöße. Zum Teil wurden Fahrzeuge, die zu schnell unterwegs waren, direkt vor Ort von den Einsatzkräften angehalten. Andere wiederum wurden lediglich vom »Blitzer« überrascht und müssen in den nächsten Tagen mit unerfreulicher Post von der Polizei rechnen.
Erschreckendes Negativ-Beispiel: In der Richthofenstraße in Detmold kontrollierten die Einsatzkräfte am Freitagmorgen, 17. April, im Bereich von Schulen: Hier gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Ein 76-jähriger Kradfahrer ignorierte diese Vorgabe und raste mit seiner Honda mit 74 km/h durch die Kontrollstelle. Somit war er nach Abzug der Toleranz ganze 41 km/h zu schnell unterwegs und stellte somit für zahlreiche Schüler sowie weitere Verkehrsteilnehmer in der Straße eine große Gefährdung dar.
»Die hohe Zahl der Verstöße zeigt deutlich, dass viele Verkehrsteilnehmer die Risiken von überhöhter Geschwindigkeit noch immer unterschätzen. Gerade vor Schulen und Kindergärten ist rücksichtsvolles und angepasstes Fahren unerlässlich, um Leben zu schützen«, betont die Direktionsleiterin Verkehr, Polizeirätin Julia Breitenstein.
Die Polizei appelliert: »Bitte denken Sie auch in Zukunft daran, sich an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen auf lippischen Straßen zu halten.« Das ist gut für andere und den eigenen Geldbeutel. Die Polizei wird nämlich auch weiterhin regelmäßig Messungen durchführen und vor den Gefahren durch zu schnelles Fahren warnen. »Zu hohe Geschwindigkeiten sind im Straßenverkehr immer wieder Ursache für schwere Verkehrsunfälle mit Verletzten und teils sogar Toten«, mahnt Julia Breitenstein.




