Der 40. Hilfstransport der Ukrainehilfe Lippe und Bielefeld ist gestartet. Foto: Ukrainehilfe Lippe und Bielefeld

Kreis Lippe. Ein bedeutender Meilenstein und zugleich ein Anlass, der nachdenklich stimmt: Der 40. Hilfstransport der Ukrainehilfe Lippe und Bielefeld ist erfolgreich auf den Weg gebracht worden.


Was einerseits als stolzes Jubiläum gewürdigt werden könne, stehe andererseits im Schatten eines weiterhin andauernden Krieges, der nun seit vier Jahren unermessliches Leid über die Menschen in der Ukraine bringe, heißt es vonseiten der Ukrainehilfe. Tägliche Bomben- und Drohnenangriffe zerstörten Infrastruktur, bedrohten Leben und prägten einen Alltag, der von Angst und Unsicherheit bestimmt sei.

Gerade vor diesem Hintergrund setze die Initiative mit ihrem unermüdlichen Engagement ein kraftvolles Zeichen der Solidarität. Mit großer Anteilnahme und beeindruckender ehrenamtlicher Einsatzbereitschaft wollen die Helfer ihre Verbundenheit mit den Menschen in den betroffenen Regionen zum Ausdruck bringen.

Der aktuelle Transport stehe daher exemplarisch für diese Unterstützung: „Ein vollständig beladener Lkw mit einem Ladungsgewicht von 15,2 Tonnen ist auf dem Weg in die Ukraine. Geladen wurden unter anderem medizinische Hilfsmittel, Gehhilfen und Rollstühle, dringend benötigte Medikamente, Verbandsmaterialien sowie Pflegemittel“, erklärt die Ukrainehilfe.

Darüber hinaus umfasse die Lieferung gut erhaltene Kleidung, insbesondere für Kinder, Lebensmittel, Spielzeug, Werkzeuge sowie mehr als 300 Feuerlöscher, Rettungswesten, Geschirr und Möbel und einen Anhänger.

Diese beeindruckende Menge an Hilfsgütern sei das Ergebnis einer großen Welle der Hilfsbereitschaft: Zahlreiche Privatspender sowie Unternehmen aus der Region Ostwestfalen-Lippe hätten dazu beigetragen.

Besonders erwähnenswert sei dabei die regelmäßige Unterstützung der Firma PVM für zahlreiche Rollatoren und Rollstühle, aber auch die Firma Niestrath für die Feuerlöscher und die Firma GIB-Pharma für fünf Paletten Salben und Medikamente. Ohne dieses breite Netzwerk sei ein Transport in dieser Größenordnung nicht möglich gewesen, betont die Ukrainehilfe.

Passend zu dem denkwürdigen Jubiläum waren zudem die ukrainischen Partner Sergej Dworsky und seine Frau Mariya aus Kiew angereist, um persönlich den Dank und die große Anerkennung der ukrainischen Freunde für die anhaltende Hilfe und Unterstützung auszusprechen.

Die Organisatoren der Ukrainehilfe, Dr. Martin Betge und Gerhard Schemmel, möchten diesen Dank daher auch an die vielen engagierten Ehrenamtlichen weitergeben, die mit ihrem Einsatz bereits den dritten Transport in diesem Jahr realisiert hätten. „Ihr Engagement ist ein tragender Pfeiler der kontinuierlichen Hilfe“, sagen Betge und Schemmel.

Am Zielort in der ukrainischen Kreisstadt Kostopil werde die Lieferung bereits sehnsüchtig erwartet. Dort übernehme Nataliya Didenko gemeinsam mit ihrem Team der Organisation „Hands of Hope and Care“ die Verteilung der Hilfsgüter. Durch eine sorgfältige Dokumentation stelle das Team sicher, dass jede einzelne Spende transparent und zielgerichtet bei den Menschen ankomme, die sie am dringendsten benötigen.

„Die Lage der Bevölkerung ist weiterhin bedrückend und ein Ende leider überhaupt nicht absehbar“, betonen die Koordinatoren der Ukrainehilfe. „Die Zahl der auf Hilfe angewiesenen Menschen nimmt rapide zu. Deshalb wollen wir auch weiterhin dazu beitragen, die Not zu lindern und den Alltag zumindest ein Stück weit zu normalisieren“, ergänzen sie.

Neben dem großen Dank für die bisherige Unterstützung richte sich daher auch ein erneuter Appell an die Öffentlichkeit: „Die Hilfe wird weiterhin dringend benötigt – sowohl in Form von Geld- als auch von Sachspenden. Denn jede Unterstützung zählt. Mit jedem Paket, jeder Spende und jeder helfenden Hand wird ein starkes Zeichen gesetzt: Wir lassen die Menschen in der Ukraine nicht allein!“