Rund 65 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitswesen diskutieren im Kurhaus Bad Salzuflen über Innovationen und deren Umsetzung in der Gesundheitsversorgung. Foto: Franziska Beckmann/ThinkTank OWL

Bad Salzuflen. Im Kurhaus Bad Salzuflen trafen sich am 15. April rund 65 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und der Gesundheitsbranche, um über Innovationen in der Gesundheitsversorgung zu diskutieren.


Im Mittelpunkt standen digitale Lösungen und neue Technologien, ihre Potenziale, aber auch die Frage, warum deren Implementierung im Versorgungsalltag häufig nur schleppend vorankommt.

Nach einem Grußwort von Bürgermeister Dirk Tolkemitt eröffnete Prof. Dr. Axel Schneider von der Hochschule Bielefeld die fachliche Diskussion. In seinem Vortrag stellte er die Möglichkeiten von Mechatronik, Robotik und Künstlicher Intelligenz für die Gesundheitswirtschaft in Ostwestfalen‑Lippe vor. Zugleich machte er deutlich, dass regulatorische Rahmenbedingungen einer flächendeckenden Umsetzung dieser Technologien derzeit noch spürbare Grenzen setzen.

Einen ergänzenden Blickwinkel brachte Dr. sc. hum. Meike Wehmeyer von der Universitätsklinik für Inklusive Medizin am Krankenhaus Mara in Bielefeld‑Bethel ein. Sie ging der Frage nach, welche Chancen Innovationen für eine inklusive Medizin bieten, zeigte aber auch auf, welche besonderen Anforderungen und Herausforderungen bei deren Einführung zu beachten sind.

In drei anschließenden Workshops wurde das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven vertieft. Diskutiert wurden konkrete Bedarfe aus der Versorgungspraxis, Kooperationsmodelle zwischen Hochschulen, Start‑ups, Mittelstand und Versorgungseinrichtungen sowie Wege von der Idee zur tatsächlichen Implementierung.

Dabei standen regionale Beispiele ebenso im Fokus wie typische Stolpersteine bei der Einführung digitaler Lösungen. Die Workshops wurden von Franziska Löwandowski und Dr. Dirk Bruland, Uwe Borchers sowie Dr. Svenja Helten begleitet. Die im Vorfeld angekündigten Referenten Dr. Stephan Nadolny und Uwe Borchers mussten ihre Teilnahme kurzfristig absagen.

Deutlich wurde im Verlauf der Veranstaltung, dass Innovation in der Gesundheitsversorgung nicht allein eine Frage technischer Machbarkeit ist, sondern vor allem von Strukturen, Zusammenarbeit und Alltagstauglichkeit abhängt. Ziel war es daher, gemeinsam Ansätze zu entwickeln, wie der Transfer von Innovationen in Ostwestfalen‑Lippe künftig praktikabler gestaltet werden kann.

Den Abschluss bildete ein Get‑together, bei dem die Teilnehmer den Austausch in informeller Runde fortsetzten. Organisiert wurde die Veranstaltung vom CareTech OWL – Zentrum für Gesundheit, Soziales und Technologie, dem Projekt Career@BI der Hochschule Bielefeld, der Stadt Bad Salzuflen sowie dem ThinkTank OWL am Bielefeld Research + Innovation Campus.