Die Festhalle Schötmar feiert ihre Wiedereröffnung: (von links) Moderator Daniel Hobein, Bürgermeister Dirk Tolkemitt, Volker Stammer, Geschäftsführer der Stadtwerke, und Leonie Göhner im Gespräch. Fotos: Reiner Toppmöller

Bad Salzuflen. „Am Anfang war eine Idee, die in kleiner Runde während der Corona-Zeit entstand“, berichtete Bürgermeister Dirk Tolkemitt anlässlich der Wiedereröffnung der Festhalle in Schötmar.


Viele Jahre stand die Halle leer und schien dem Verfall preisgegeben. Kein Investor wollte das Gebäude kaufen oder herrichten. So habe man sich im kleinen Kreis der Idee genähert, die Festhalle als Bestandteil der Stadtwerke, neu gedacht, wieder mit Leben zu füllen. „Mit der Überzeugung des Geschäftsführers und der Zustimmung des Aufsichtsrates sowie mit Eigenkapital der Stadt und Fördergeldern in sechsstelliger Höhe ist hier aus der Grundidee der Ersten Beigeordneten Melanie Koring jetzt etwas Tolles und Innovatives geschaffen worden“, erklärte der Bürgermeister erfreut. Wie ein Phönix aus der Asche sei ein attraktiver Anlaufpunkt für Schötmar und darüber hinaus geschaffen worden, so Dirk Tolkemitt euphorisch.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke, Volker Stammer, wies bei der feierlichen Eröffnung am 24. April auf das anstehende 100-jährige Jubiläum in drei Jahren und die nun entstandenen neuen Möglichkeiten des Coworkings im alten Gastronomietrakt hin. Dort sind jetzt auch die Fraktionsgeschäftsräume untergebracht. Stammer erklärte nicht nur den neuen Namen „Freihafen“, der aus der Lage zwischen den beiden Flüssen Bega und Werre entstanden sei, sondern auch, dass sich die Stadtwerke als moderner Versorger für Dinge verstünden, die nicht unbedingt mit Strom und Wasser zu tun hätten.

Wie schön es geworden ist, darüber konnten sich die Besucher am 26. April beim Tag der offenen Tür ein Bild machen. Bei strahlendem Sonnenschein war der Andrang entsprechend groß. Die Stadtwerke hatten zu diesem Anlass ein attraktives Programm zusammengestellt, das auch auf die Geschichte des Hauses einging.

Und der erste Blick verriet gleich: Die ehemalige Turmhalle ist kaum wiederzuerkennen und bietet heute eine attraktive Alternative zum neuen Kurhaus für Veranstaltungen. 450 Plätze können dort bestuhlt in Reihe gestellt werden, 350 Plätze sind es alternativ mit Tischen. Im Eingangsbereich befindet sich eine kleine Lounge samt Theke. Dahinter liegen die Küche und Sozialräume. Selbst die alten Duschen im Keller sind modernisiert worden und können nach kleineren Sportveranstaltungen, die ohne weiteres noch stattfinden können, genutzt werden.

Für die Halle gebe es bereits Anfragen für Feierlichkeiten und auch für einen Abschlussball, betont Johannes Ditmar von den Stadtwerken. Im angrenzenden „Freihafen“ sind bereits acht von elf Kleinbüros dauerhaft vermietet. Dort gibt es aber auch Einzelarbeitsplätze, die für 25 Euro pro Tag angemietet werden können. Ein Kleinbüro kostet circa 400 Euro pro Monat, kann aber auch für kürzere Zeit gebucht werden. Moderne Besprechungsräume in unterschiedlichen Größen und eine kleine Küchenzeile auf beiden Etagen ergänzen das Konzept. Das moderne und lichtdurchflutete Konzept sorgt für eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Gebucht werden können Büro- und Coworking-Plätze über die Webseite der Stadtwerke. Auch die Festhalle kann dort über ein Anfrageformular gebucht werden. Ansprechpartner sind Leonie Göhner und Johannes Ditmar.