
Kreis Lippe. Hörgeschichten können Kopfkino erzeugen, und genau darauf setzt das neue Angebot der LIPPISCHEN WOCHENZEITUNG. Mit den Figuren „Eumel und Emi“ startet eine regelmäßige Reihe, die junge Zuhörer in fantasievolle Alltagsabenteuer entführt und zugleich deren Sprachgefühl stärkt.
Im Mittelpunkt der Geschichten stehen zwei Kinder, die nicht nur beste Freunde, sondern auch Cousin und Cousine sind. Eumel, der, wie er sagen würde, „in echt“ Paul heißt, was aber eigentlich niemand weiß, ist fünf Jahre alt und besucht den Kindergarten.
Seine sechsjährige Cousine Emi geht bereits in die erste Klasse. Gemeinsam erleben sie abwechslungsreiche Geschichten, geprägt von Neugier, Energie und einer ordentlichen Portion kindlicher Entdeckerlust. Oder, wie es die beiden selbst ausdrücken würden: Sie haben stets „Hummeln im Hintern“.
Erfunden wurden die Figuren von Björn Sassenroth, der nicht nur als Autor, sondern auch als Erzähler hinter dem Projekt steht. In seinen Hörgeschichten greift er bewusst Themen aus dem Alltag von Kindern auf. So entstehen Erlebnisse, die für junge Zuhörer leicht nachvollziehbar sind und gleichzeitig kleine Denkanstöße vermitteln. Genau diese Mischung macht den Reiz der Geschichten aus: Sie unterhalten, binden emotional ein und transportieren nebenbei altersgerechte Botschaften.
Sassenroth beschäftigt sich seit rund fünf Jahren intensiv mit Kinderliteratur und Hörformaten. Dabei verfolgt er ein klares pädagogisches Ziel: Kinder in einer besonders sensiblen Phase ihrer Entwicklung, dem Schriftspracherwerb im Alter von etwa sechs bis sieben Jahren, nachhaltig für Sprache zu begeistern.
Seine Hörgeschichten sollen nicht nur Spaß machen, sondern ganz gezielt Kompetenzen fördern. Dazu zählen Freude am Erzählen, ein Gefühl für Sprache, die Fähigkeit zum Zuhören sowie die Entwicklung von Fantasie und Ausdrucksstärke. Gleichzeitig werden Kinder ermutigt, selbst kreativ zu werden.
Dass dieses Engagement dringend notwendig ist, belegen aktuelle Studien. Der IQB-Bildungstrend zeigt, dass rund ein Viertel der Viertklässler in Deutschland die Mindeststandards im Lesen nicht erreicht. Auch die IGLU-Studie 2021 kommt zu dem Ergebnis, dass etwa 25 Prozent der Kinder Texte nicht sicher verstehen können.
Vor diesem Hintergrund gewinnen Projekte, die frühzeitig Lesekompetenz fördern, zunehmend an Bedeutung. Denn diese gilt als grundlegende Voraussetzung für nahezu alle weiteren Lernprozesse und prägt langfristig Bildungsbiografien.
Björn Sassenroth ist in der Region kein Unbekannter: Er lebt in Lippe und war viele Jahre als Moderator bei Radio Lippe tätig und arbeitet inzwischen für WDR4. Mit „Eumel und Emi“ bringt er seine Erfahrung im Erzählen nun gezielt in ein Format für Kinder ein.
Die LWZ begleitet das Projekt und lädt ihre Leser zu einer besonderen Entdeckungsreise ein: Alle zwei Wochen erscheint eine neue Folge, die per QR-Code abgerufen werden kann. So entstehen regelmäßig neue Hörabenteuer, die Kinder nicht nur unterhalten, sondern auch in ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützen.




