Das neu gegründete „Bündnis gegen Kürzungen Lippe“ protestiert am Detmolder Theaterplatz gegen geplante Eingriffe der Bundesregierung im Bereich Gesundheit, Pflege und soziale Leistungen. 

Kreis Lippe/Detmold. Wegen der geplanten Eingriffe der Bundesregierung im Bereich Gesundheit, Pflege und soziale Leistungen hat sich vor einem Monat das „Bündnis gegen Kürzungen Lippe“ neu gegründet.


Dieses hatte am vergangenen Samstag, 4. Juli, zu einer Demonstration in Detmold aufgerufen. Vom Theaterplatz aus sollte sich ein Demonstrationszug durch Detmold bewegen. Zeitgleich hatte auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Sozialgericht zu einer ähnlichen Demonstration aufgerufen.

Justin Tammert (vorne) begrüßt nur wenige Interessierte zu der geplanten Demo in Detmold. Foto: Reiner Toppmöller

Wie Justin Tammert, Student der sozialen Arbeit und Organisator der Demo, vor Ort betonte, hätten er und seine Mitstreiter verschiedene Organisationen angesprochen, um gemeinsam zu demonstrieren. „Leider ohne Erfolg“, wie er sagte. Auch 2.500 Flyer seien verteilt worden.

„Nach Plänen der Bundesregierung drohen Einschnitte bei Gesundheit, Pflege und sozialen Leistungen. Im Gesundheitswesen stehen höhere Zuzahlungen für Medikamente, Einschränkungen der Familienversicherung sowie Einsparungen in Krankenhäusern und Pflege im Raum. Gleichzeitig sollen Pflegebudgets gedeckelt und Tariferhöhungen gar nicht refinanziert werden. Im Sozialwesen sind zudem Kürzungen bei Unterstützungsleistungen für Familien, Menschen mit Behinderung und junge Menschen vorgesehen. Die Demonstration sollte ein Anfang sein, denn der Widerstand ist nötiger denn je“, erklärte Tammert, Mit-Initiator des Bündnisses.

Die Initiatoren betonten, dass die Folgen auch im Kreis Lippe deutlich spürbar sein würden. Weitere Kürzungen würden die Versorgung vor Ort, insbesondere in der ländlichen Region des Kreises, drastisch verschlechtern. Die geplante überparteiliche Demonstration am sollte daher ein starkes Signal für den Erhalt einer funktionierenden sozialen Infrastruktur setzen.

Doch leider kam die Botschaft wohl nicht an. Genau wie bei der DGB-Veranstaltung waren kaum Teilnehmer gekommen. Die jungen Menschen wollen sich dadurch aber nicht entmutigen lassen und planen weitere Aktionen.