Leopoldshöhe. Vor der Sitzung des Bildungsausschusses am 7. Juli demonstrierten rund 150 Eltern auf dem Marktplatz für den Erhalt des kommunalen Kindergartens in Greste.
Wie allen Gemeinden geht es Leopoldshöhe finanziell nicht gut. Die Verwaltung und die Politik suchen nach Einsparungsmöglichkeiten. Eine Möglichkeit könnte sein, die kommunalen Kindergärten in freie Trägerschaften zu geben. Die können aber nicht alle Einrichtungen übernehmen. Kommunale Kindergärten sind freiwillige Leistungen der Kommunen. Deshalb steht der Kindergarten in Greste jetzt zur Disposition.
Wie Tobias Schilling, Vorsitzender des Trägervereins der Einrichtung, erklärt, habe es zwar einen Arbeitskreis gegeben, dieser habe jedoch kein Ergebnis gebracht. Zudem sei die Kommunikation mit der Verwaltung schlecht. „Wir verstehen, dass die Gemeinde sparen muss, aber das ist der falsche Weg. Gerade die Kita Greste ist als Leuchtturm ausgezeichnet worden“, so Schilling.
Er sagt, man habe der Gemeinde vielfältige Finanzierungsvorschläge gemacht, Eltern wären sogar bereit, mehr zu bezahlen. Aber alles hätte nichts gebracht. Deshalb will man jetzt mit einem Bürgerbegehren den Erhalt durchsetzen. Dafür fehlen allerdings noch die gesetzlich vorgeschriebenen Zahlen der Gemeinde.
Doch die Zeit drängt. Der Bildungsausschuss hat mit 10:8 Stimmen für die Schließung gestimmt, am 16. Juli soll der Rat final entscheiden. Tobias Schilling sieht der Abstimmung einigermaßen gelassen entgegen und hofft, noch ausreichend Ratsmitglieder umstimmen zu können. „Wenn es für uns schiefgeht, haben wir noch das Bürgerbegehren“, betont er. Das ist allerdings erst in Vorbereitung.
Bürgermeister Martin Hoffmann sieht dort ebenfalls ein Problem und glaubt, dass es schwierig werde, es noch auf den Weg zu bringen, wenn der Rat entschieden habe. Er meint, es sei dann richtiger, ein Begehren gegen den Ratsbeschluss zu organisieren.
Zu der Situation sagt er, dass die Gemeinde in schwierigen Zeiten handeln müsse. „Das Gebäude in Greste ist marode und müsste aufwendig renoviert werden. Die AWO hat bereits drei Gruppen geschlossen, jetzt muss auch die Gemeinde ihren Beitrag leisten. Nur gemeinsam kommen wir aus der Krise“, so der Bürgermeister.
„Schrumpfende Kinderzahlen werden in der kommenden Zeit möglicherweise zu noch mehr Schließungen führen“, meint er. „Es tut mir persönlich auch leid, aber wir müssen handeln“, so Prof. Dr. Martin Hoffmann abschließend.







