So wie im hinteren Teil der Herderstraße sieht es in vielen Straßen der Stadt aus: Das „Flicken“ kostet jedes Jahr rund 250.000 Euro. Also plant die Verwaltung einen Straßenausbau. Doch dafür werden die Anlieger mit hohen Beteiligungskosten zur Kasse gebeten, was regelmäßig zu Protesten führt. Foto: Hajo Gärtner
Lage. Erst der Stichweg zur Teutoburger-Wald-Straße in Hörste, dann die Herderstraße in Hardissen, nun die Wiesenstraße in Lage: Anwohner machen sich stark gegen Ausbaupläne der Verwaltung, weil deren Umsetzung für sie mit erheblichen Kosten verbunden wäre. Die Stadt übernimmt lediglich zehn Prozent der Finanzierung, während 90 Prozent von den Anliegern getragen werden müssen – gestaffelt nach der Größe der Grundstücke. Insgesamt geht es um rund 900.000 Euro; in Einzelfällen würde ein fünfstelliger Obulus fällig. Zur Kasse gebeten werden sollen auch Anlieger des Sandkamps, weil beide Straßen als »Erschließungseinheit« gelten.
Damit bewegt sich das Vorhaben in einer ähnlichen Größenordnung wie die Projekte in Hörste und Hardissen. Warum wird der Ausbau überhaupt angegangen, anstatt die Straßen in ihrem derzeitigen unvollkommenen Zustand zu belassen? »Es ist grundsätzlich Aufgabe der Stadt, die Erschließung herzustellen«, erklärte Bürgermeister Matthias Kalkreuter bei einer Bürgerversammlung im Vorfeld der jüngsten Ratssitzung. Das sei in der Wiesenstraße bereits 1959 unterblieben, um die damaligen Siedler nicht sofort mit den Kosten eines Straßenausbaus zu belasten. Es gebe »eine ganze Reihe nicht ausgebauter Straßen«, deren Unterhaltung und Reparatur die Stadt Jahr für Jahr viel Geld koste. Allein das Ausbessern dieser Holperstrecken verschlinge jährlich durchschnittlich rund 250.000 Euro.
Ich bin ein Zwitterwesen. Ein halbes Arbeitsleben lang Lehrer, die andere Hälfte Journalist. Und immer beides zugleich: Als Deutschlehrer habe ich meinen Schülern eine praktische Nutzung der Sprache abverlangt und mit ihnen „Zeitung in der Schule“ veranstaltet. Als Journalist in verschiedenen Tageszeitungen haben mich immer die Schüler dort – die sogenannten Volontäre – interessiert, denen ich unbedingt etwas beibringen wollte.
Jenseits der Ruhestandsgrenze mache ich nun auf Freier Mitarbeiter, statt die Füße hochzulegen. Warum? Weil ich’s kann und weil das Gehirn auf Touren gehalten werden will. „Die Realität ist immer zu wenig“, haben die Romantiker gesagt und hatten recht. Durch dokumentierende Aneignung mache ich mehr daraus: Realität wird gewissermaßen zur „Wirklichkeit“ potenziert. Deshalb habe ich eine eigene Online-Zeitung für Lage ins Leben gerufen: lage-aktuell.de Ich beanspruche den Titel: Nachhaltigster News-Lieferant für Lage (NNL). Deshalb arbeite ich ganz eng mit der LWZ zusammen. Artikel bleiben hier lange sichtbar und landen nicht – wie die Tageszeitung – sofort nach der Lektüre im Altpapier.
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