Kreis Lippe. Die verbleibenden Wochen der Sommerferien sollten Eltern von künftigen Erstklässlern nutzen, um gemeinsam den Schulweg zu üben. Dazu rät Birgit Baldauf-Hanke, Geschäftsführerin der Kreisverkehrswacht Lippe e. V., mit Blick auf den bevorstehenden Schulstart.
Zwar würden Kinder und Eltern in den Kindertagesstätten bereits umfassend auf den Schuleintritt vorbereitet, dennoch sei es wichtig, auch den individuellen Weg zur Schule im Vorfeld einzuüben.
„Die Kinder sind mit dem Schuleintritt meistens so weit, dass sie den Weg zur Schule allein meistern können. Dieser erste Schritt in die eigenständige Mobilität kann von den Eltern gut unterstützt werden“, sagt Baldauf-Hanke.
Ein besonderer Schwerpunkt sollte dabei auf der Auswahl der Strecke liegen. Nach Angaben der Verkehrswacht muss der sicherste Weg nicht zwangsläufig auch der kürzeste sein. Unterstützung bieten die Schulwegpläne, die an den meisten Schulen vorhanden sind und empfohlene Routen ausweisen.
Darüber hinaus empfiehlt Baldauf-Hanke, den ausgewählten Schulweg mehrfach gemeinsam mit dem Kind zurückzulegen. Idealerweise sollte dies an Werktagen und zu jener Uhrzeit geschehen, zu der später auch der Schulweg ansteht. So können Kinder die tatsächlichen Verkehrsverhältnisse kennenlernen.
Während der gemeinsamen Wege sollten Eltern ihrem Kind das richtige Verhalten im Straßenverkehr erklären und gezielt auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. Dazu gehören unter anderem Grundstücksausfahrten, der sogenannte tote Winkel von Fahrzeugen oder schlecht einsehbare Stellen entlang der Strecke.
„Bei der Verkehrserziehung in der Kita lernen die Kinder, dass der Bordstein immer als Grenze gesehen werden soll, an der sie stets stehen bleiben müssen. Daran sollten Eltern ihre Kinder in jedem Fall erinnern“, betont Baldauf-Hanke.
Wurde der Schulweg mehrfach gemeinsam geübt, empfiehlt die Geschäftsführerin einen ersten Praxistest kurz vor Schulbeginn. Dabei könne das Kind den Weg alleine vorausgehen, während die Eltern ihm mit etwas Abstand folgen und beobachten, ob die wichtigsten Verhaltensregeln sicher angewendet werden.
Mit Blick auf die kommenden Herbst- und Wintermonate weist die Kreisverkehrswacht zudem auf die Bedeutung guter Sichtbarkeit im Straßenverkehr hin. Reflektierende Kleidung oder zusätzliche Reflektoren helfen dabei, dass Kinder von anderen Verkehrsteilnehmern frühzeitig erkannt werden.
Auch Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, sollten einige Punkte beachten. Baldauf-Hanke empfiehlt, sich über vorhandene Elternhaltestellen zu informieren. Diese würden dazu beitragen, die Sicherheit der Kinder zu erhöhen, die zu Fuß zur Schule kommen. Gleichzeitig könne das eigene Kind zumindest die letzten Meter eigenständig zu Fuß zurücklegen.
Unabhängig von der Länge der Fahrt müsse zudem stets ein geeigneter Kindersitz verwendet werden. Beim Aussteigen sollten Eltern darauf achten, dass Kinder das Fahrzeug auf der Gehwegseite verlassen, um nicht unmittelbar dem fließenden Verkehr ausgesetzt zu sein.






