Polizei
Symbolfoto: Adobe Stock

Gütersloh. Nur wenige Tage nach dem bewaffneten Überfall auf eine Tankstelle am Nordring hat die Polizei Gütersloh den Fall aufgeklärt. Nach intensiven Ermittlungen konnten die Beamten drei Tatverdächtige identifizieren. Zwei von ihnen befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.


Der Raub ereignete sich am Samstagabend, 15. August, gegen 22 Uhr. Nach den damaligen Erkenntnissen betraten drei maskierte Täter den Verkaufsraum der Tankstelle am Nordring und bedrohten zwei Mitarbeiter mit schwarzen Pistolen. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich zudem zwei Kunden im Shop auf.

Während zwei Täter die Angestellten unter Vorhalt der Waffen in Schach hielten, ging ein dritter hinter den Verkaufstresen und entnahm das Bargeld selbst. Nach der Tat flüchteten die drei Täter zu Fuß in Richtung Hagenstraße.

Die Polizei leitete unmittelbar nach dem Überfall umfangreiche Ermittlungen ein. Bereits am Montag, 17. August, verdichteten sich die Hinweise gegen einen 18-jährigen Gütersloher, der als dringend tatverdächtig galt. Da die Ermittler davon ausgingen, dass sich die bei dem Überfall eingesetzte Schusswaffe in seinem Besitz befand, erfolgte noch am selben Abend ein Zugriff durch ein Spezialeinsatzkommando an seiner Wohnanschrift.

Der 18-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten die Tatwaffe sicher. Nach Polizeiangaben handelte es sich dabei um eine Luftpistole.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld wurde der Tatverdächtige am Dienstag, 18. August, einem Haftrichter am Amtsgericht Gütersloh vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen richtete sich der Verdacht auch gegen die beiden mutmaßlichen Mittäter. Dabei handelt es sich um zwei 17-jährige Gütersloher.

Da die Staatsanwaltschaft bei einem der Jugendlichen ebenfalls Haftgründe sah, nahmen Ermittler ihn am Dienstag an seiner Wohnanschrift vorläufig fest. Ein Haftrichter des Amtsgerichts Gütersloh verkündete am Mittwoch, 19. August, auch gegen den 17-Jährigen einen Untersuchungshaftbefehl.

Bereits unmittelbar nach der Tat hatten Zeugen die drei maskierten Täter beschrieben. Demnach soll der Tatverdächtige, der das Bargeld entnahm und einen Hammer bei sich getragen haben soll, zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß gewesen sein. Der zweite Täter, der mit einer Pistole vor dem Tresen stand, wurde auf 1,70 bis 1,75 Meter geschätzt. Ein dritter Beteiligter, ebenfalls mit einer schwarzen Pistole bewaffnet, soll zwischen 1,65 und 1,70 Meter groß gewesen sein.

Alle drei Täter trugen nach den damaligen Erkenntnissen schwarze Kapuzenpullover, Sturmhauben und schwarze Handschuhe.