Leopoldshöhe. Die Fraktion der Bürger für Leopoldshöhe (BFL) begrüßt den erfolgreichen Einsatz der „Initiative der vier kommunalen Kitas in Leopoldshöhe“ zur Erhaltung der kommunalen Kindertagesstätten in Trägerschaft der Gemeinde.
Nach Angaben der Initiative wurden insgesamt 3.459 Unterschriften gesammelt. Die BFL hatte das Bürgerbegehren von Beginn an unterstützt.
„Dieses Ergebnis ist ein beeindruckendes Zeichen dafür, dass der Erhalt der kommunalen Kitas den Bürgerinnen und Bürgern in Leopoldshöhe ein wichtiges Anliegen ist. Wir gratulieren der Initiative ausdrücklich zu diesem großartigen Erfolg“, erklärt BFL-Pressesprecher Dr. Martin Betge.
Die Fraktion kündigt an, sich auch bei der bevorstehenden Entscheidung im Gemeinderat für den Verbleib der kommunalen Kindertagesstätten in der Verantwortung der Gemeinde einzusetzen. Aus Sicht der BFL stellt die bestehende Trägervielfalt einen wichtigen Standortvorteil für Leopoldshöhe dar. Neben den kommunalen Einrichtungen gebe es bereits Kindertagesstätten verschiedener freier Träger. Diese Vielfalt ermögliche Eltern sowie Kindern unterschiedliche pädagogische Konzepte und entsprechende Wahlmöglichkeiten.
Als weiteren zentralen Aspekt nennt die Fraktion die politische und kommunale Steuerungsmöglichkeit. Solange die Kitas in gemeindlicher Trägerschaft verblieben, habe der Gemeinderat unmittelbaren Einfluss auf deren Entwicklung, Ausrichtung und die Rahmenbedingungen der Betreuung.
„Wenn kommunale Kitas an freie Träger übertragen werden, gibt die Gemeinde einen erheblichen Teil dieser unmittelbaren Steuerungs- und Einflussmöglichkeiten aus der Hand. Wir sind der Auffassung, dass die Gemeinde gerade bei einer so wichtigen Aufgabe wie der Betreuung und Bildung unserer Kinder ihre Gestaltungsmöglichkeiten nicht aufgeben sollte“, so Betge.
Gleichzeitig verweist die BFL auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der kommunalen Einrichtungen. Die Fraktion halte es für notwendig, die finanzielle Situation der Kitas kritisch zu betrachten und Verbesserungen zu erreichen.
Man sei bereit, die eigene wirtschaftliche und politische Kompetenz einzubringen, um gemeinsam mit Verwaltung, Politik und den Verantwortlichen in den Einrichtungen Möglichkeiten zur nachhaltigen Verbesserung der finanziellen Lage zu identifizieren, ohne die Qualität der Betreuung zu beeinträchtigen.
„Wir wollen die kommunalen Kitas nicht nur erhalten, sondern auch dazu beitragen, dass sie wirtschaftlich zukunftsfähig aufgestellt werden. Wir sind deshalb sehr gerne bereit, unsere Kompetenz einzubringen und gemeinsam nach konkreten Einspar- und Optimierungsmöglichkeiten zu suchen. Aus unserer Sicht muss beides möglich sein: eine hochwertige Kinderbetreuung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den finanziellen Ressourcen der Gemeinde“, betont Betge.
Für die BFL steht daher fest, dass die kommunalen Kindertagesstätten weiterhin in der Verantwortung der Gemeinde Leopoldshöhe bleiben sollen. Zugleich müssten die bestehenden wirtschaftlichen Herausforderungen offen benannt und aktiv angegangen werden.
In den 3.459 Unterschriften sieht die Fraktion darüber hinaus einen klaren Auftrag an Politik und Verwaltung, den Willen der Bürger ernst zu nehmen und den dauerhaften Erhalt der kommunalen Kitas sicherzustellen.






