Löhne/Kirchlengern. Bei einem schweren Auffahrunfall am Stauende auf der A30 zwischen den Anschlussstellen Löhne und Kirchlengern sind am Donnerstagnachmittag, 10. September, vier Menschen schwer verletzt worden. Die Richtungsfahrbahn Osnabrück musste für mehrere Stunden gesperrt werden.
Auslöser der Verkehrsbehinderungen war zunächst eine Gefahrenstelle auf dem Seitenstreifen der Autobahn. Dort war gegen 16.50 Uhr ein Bus mit rund 20 Insassen liegen geblieben. Ein Streifenwagen sicherte die Stelle mit eingeschaltetem Blaulicht, Warnblinklicht sowie einer Pfeilanzeige in der Heckscheibe ab, die den Verkehr auf die linke Fahrspur leitete.
Durch die Absicherungsmaßnahmen verlangsamte sich der Verkehr deutlich. Die meisten Fahrzeuge wechselten auf den linken Fahrstreifen. Ein 81-jähriger Mann aus Bad Oeynhausen, der mit einem Opel Crossland auf der A 30 in Richtung Osnabrück unterwegs war, wechselte ebenfalls auf die linke Spur, um andere Fahrzeuge zu überholen. Dabei bemerkte er den entstandenen Stau offenbar zu spät und prallte auf den Opel Meriva eines 51-jährigen Mannes aus Bad Iburg.
Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Opel Crossland und blieb auf der Seite liegen. Der Fahrer und seine 83-jährige Beifahrerin wurden im Fahrzeug eingeklemmt. Rettungskräfte befreiten beide aus dem Wagen und brachten sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Der Opel Meriva wurde durch die Kollision auf den vorausfahrenden BMW einer 23-jährigen Frau aus Spenge geschoben. Deren Fahrzeug prallte anschließend gegen den Lastwagen eines 47-jährigen Mannes aus Sassenberg.
Neben dem 81-jährigen Fahrer und seiner Beifahrerin wurden auch der 51-jährige Fahrer des Opel Meriva sowie die 23-jährige BMW-Fahrerin schwer verletzt. Alle vier Verletzten wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.
Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Unfallaufnahme wurde die Richtungsfahrbahn Osnabrück vollständig gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Kirchlengern von der Autobahn abgeleitet. Gleichzeitig wurde der bereits entstandene Rückstau kontrolliert zurückgeführt, sodass sich die Verkehrslage gegen 18.15 Uhr wieder entspannte.
Die beiden erheblich beschädigten Pkw mussten von Abschleppunternehmen geborgen werden. Der beteiligte Lastwagen blieb fahrbereit. Bei der Unfallaufnahme wurde die Polizei Herford vom Verkehrsunfallaufnahme-Team der Polizei Bielefeld unterstützt. Zudem streute die Feuerwehr ausgelaufene Betriebsstoffe ab.
Erst gegen 19.30 Uhr konnte die Sperrung der Fahrtrichtung Osnabrück vollständig aufgehoben werden.






