Lemgo. Der TBV Lemgo Lippe hat nach der Verletzung von Kapitän Tim Suton schnell auf dem Transfermarkt reagiert und mit Lenny Rubin einen erfahrenen Ersatz verpflichtet. Der Schweizer Nationalspieler wechselt mit sofortiger Wirkung vom BSV Bern nach Lemgo und hat bei den Ostwestfalen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027 unterschrieben.
Sofern die erforderliche Spielberechtigung rechtzeitig vorliegt, könnte Rubin bereits am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den HC Erlangen sein Debüt im TBV-Trikot feiern.
TBV-Geschäftsführer Jörg Zereike zeigt sich erfreut über die schnelle Einigung. Die Verletzung von Tim Suton habe den Verein zum Handeln gezwungen. Umso glücklicher sei man, rasch einen passenden Ersatz gefunden zu haben. Rubin verfüge über umfangreiche Bundesliga-Erfahrung, habe seine Qualität in acht Spielzeiten in der stärksten Liga der Welt nachgewiesen und passe zudem menschlich hervorragend ins Team. Gleichzeitig bedankte sich Zereike beim BSV Bern für die unkomplizierte und konstruktive Zusammenarbeit während der Verhandlungen.
Der 30-jährige Rückraumspieler bringt reichlich Erfahrung mit nach Lippe. Seine Karriere begann Rubin bei Wacker Thun in der Schweiz, wo er zwischen 2015 und 2018 aktiv war. Anschließend wagte der 2,05 Meter große Handballer den Wechsel in die Bundesliga und lief sechs Jahre lang für die HSG Wetzlar auf. Im Jahr 2024 folgte innerhalb der Bundesliga der Wechsel zum TVB Stuttgart. Nach zwei Spielzeiten in Stuttgart entschied sich Rubin im Sommer dieses Jahres zunächst für den BSV Bern, ehe nun die Rückkehr in die Bundesliga erfolgte.
Insgesamt absolvierte Rubin acht Spielzeiten im deutschen Oberhaus und erzielte dabei 1.021 Tore. Auch international gehört er seit Jahren zu den Leistungsträgern seines Landes. Für die Schweizer Nationalmannschaft bestritt er bereits mehr als 100 Länderspiele. Bei der EHF Euro 2026 unterstrich er seine Qualitäten eindrucksvoll und wurde mit 36 Treffern bester Torschütze der Eidgenossen.
Der Neuzugang blickt seiner Aufgabe in Lemgo mit großer Vorfreude entgegen. Der Verein habe auf ihn stets einen sehr positiven Eindruck gemacht, insbesondere durch den starken Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und die geschlossene Teamleistung. Er wolle sich möglichst schnell integrieren, seine Qualitäten einbringen und mit seiner langjährigen Bundesliga-Erfahrung dazu beitragen, die Mannschaft erfolgreich zu unterstützen.
Besonders gespannt sei er auf die Heimspiele in der Phoenix-Contact-Arena. Das traditionsreiche Publikum und die für ihre Leidenschaft bekannte Atmosphäre in Lemgo seien ihm bereits aus seiner Zeit als Gegenspieler bestens bekannt. Entsprechend stolz und glücklich sei er darüber, künftig wieder in der Handball-Bundesliga auflaufen zu dürfen.
Auch TBV-Cheftrainer Florian Kehrmann sieht in Rubin eine wichtige Verstärkung für den Rückraum. Der Schweizer bringe nicht nur große Erfahrung mit, sondern zeichne sich auch durch Wurfstärke, körperliche Präsenz und ein ausgeprägtes Spielverständnis aus.
Zwar sei Tim Suton nicht eins zu eins zu ersetzen, doch mit Rubin habe man einen Spieler gewonnen, der unbedingt in die Bundesliga zurückkehren wollte und seine Qualitäten auf höchstem Niveau sowohl in der Offensive als auch in der Defensive immer wieder unter Beweis gestellt habe. Nun gelte es, ihn schnellstmöglich in die bestehenden Abläufe zu integrieren.
Wohnung gesucht
Sein erstes Training mit den neuen Mannschaftskollegen absolviert Rubin bereits am heutigen Donnerstag. Abseits des Spielfeldes steht für den Schweizer derzeit noch die Wohnungssuche auf dem Programm. Gesucht wird eine Drei- bis Vierzimmerwohnung mit etwa 80 Quadratmetern Wohnfläche, Einbauküche und Balkon. Hinweise oder Angebote nimmt TBV-Geschäftsstellenleiter Andreas Sukop per E-Mail entgegen.






