
Kein Silvesterfeuerwerk in Bad Salzuflen
Grüne, SPD, Linke und USD stimmen mit der AfD gegen etablierte Silvesterveranstaltung im Kurpark
Bad Salzuflen. Der Himmel über dem Kurpark bleibt in diesem Jahr dunkel. Auf Antrag der Unabhängigen Salzufler Demokraten (USD) wird es kein Silvesterfeuerwerk in der Salzestadt geben.
Damit verliert die Badestadt eine über die Stadtgrenzen hinweg beliebte und bekannte Veranstaltung zum Jahresende, die zahlreiche Besucher anlockte und stilvoller Abschluss des Weihnachtsmarktes war.
Der Antrag der USD bezieht sich auf einen Antrag der Grünen, der im Ausschuss für Touristik, Gesundheit und Kultur im September beraten wurde. Die Grünen beantragten damals, die Veranstaltung künftig durch Eintrittsgelder oder Sponsoring zu sichern. Im Ausschuss gab es darüber weitgehend Einigkeit, was bedeutet hätte, dass in diesem Jahr möglicherweise zum ersten Mal Eintrittsgelder erhoben worden wären.
Doch das reichte der USD-Fraktion nicht. Durch ihren Antrag, das Thema noch einmal im Rat abstimmen zu lassen, gab es zunächst Verwirrung, da nicht klar war, worüber überhaupt abgestimmt werden sollte. Der Antrag der USD ließ zu viele Fragen offen. Bürgermeister Dirk Tolkemitt stellte deshalb die Frage, ob das Feuerwerk stattfinden soll oder nicht, zur Abstimmung. Gegen die Stimmen der CDU und FDP entschieden sich SPD, Linke, AfD und Grüne dafür, das Event abzusagen.
Die Grünen stimmten damit zum Teil gegen ihren eigenen Antrag vom 31. August, in dem sie ausdrücklich schrieben: „Die Silvesterveranstaltung in Bad Salzuflen ist ein etabliertes Veranstaltungsangebot und trägt insbesondere für Gäste und Besucher zur Attraktivität der Stadt zum Jahreswechsel bei. Die grundsätzliche Durchführung einer attraktiven Silvesterveranstaltung wird mit diesem Antrag nicht infrage gestellt (…). (…) Unser Ziel ist nicht die Abschaffung der Silvesterveranstaltung. Vielmehr soll eine attraktive Veranstaltung zum Jahreswechsel ermöglicht werden, ohne dass die Finanzierung zulasten des allgemeinen städtischen Haushalts erfolgt.“
Die nun erfolgte Absage ist nicht nur ein Schlag für die am Event beteiligten Mitarbeiter im Fachbereich, sondern wirft schon jetzt zu erwartende Probleme auf. Denn gleichzeitig beschloss der Rat Abbrennverbote von Feuerwerkskörpern in Teilbereichen von Salzuflen und Schötmar.






