Bielefeld-Schildesche. Nach den Schüssen am Sonntagabend, 11. Oktober, in Bielefeld-Schildesche hat die Mordkommission drei weitere Tatverdächtige identifiziert und eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet. Die Männer werden im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt gesucht.
Nach Angaben der Ermittler führten die umfangreichen Recherchen der Mordkommission zur Identifizierung der beiden an der Auseinandersetzung beteiligten Gruppen. Demnach trafen sich ein 24-jähriger Mann aus Langenberg, ein 22-Jähriger aus Rheda-Wiedenbrück sowie ein Mann aus Gütersloh mit einer vierköpfigen Gruppe aus Bielefeld. Zu dieser gehörten ein 24-Jähriger, ein 28-Jähriger sowie zwei 20-Jährige. Die vier Bielefelder sind der Polizei bereits bekannt und besitzen die afghanische Staatsangehörigkeit.
Im Verlauf des Treffens eskalierte die Situation. Dabei fielen Schüsse, durch die der 24-jährige Mann aus Langenberg sowie der 22-Jährige aus Rheda-Wiedenbrück verletzt wurden. Der 24-jährige Bielefelder erlitt zudem eine Kopfverletzung und eine Stichverletzung.
Bei einer erneuten Absuche des Tatortes entdeckten Ermittler am Dienstag mithilfe eines Sprengstoffspürhundes eine versteckte Schusswaffe.
Gegen den 24-jährigen Langenberger war bereits am Dienstag, 13. Oktober, ein Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung mittels Schusswaffe sowie eines Verstoßes gegen das Waffengesetz erlassen worden. Der verletzte 22-Jährige aus Rheda-Wiedenbrück und der 24-jährige Bielefelder wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder entlassen.
Am Donnerstagmorgen durchsuchten Ermittler mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften die Wohnungen des 28-Jährigen und der beiden 20-jährigen Tatverdächtigen. Da die Männer nicht angetroffen werden konnten, fahndet die Mordkommission nun öffentlich nach ihnen. Die drei Gesuchten stehen im Verdacht, an einem versuchten Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein.
Die Polizei weist darauf hin, dass die Männer möglicherweise bewaffnet sind. Bürger werden deshalb ausdrücklich gebeten, die Gesuchten nicht anzusprechen, sondern umgehend die Polizei zu informieren.
Zeugen, die Hinweise zum Aufenthaltsort der beiden 20-Jährigen oder des 28-Jährigen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0521/545-0 an die Mordkommission oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.
Die Fotos der drei Gesuchten sind im Fahndungsportal der Polizei Nordrhein-Westfalen veröffentlicht:






