Herford. Nach einer Schussabgabe am Herforder Busbahnhof hat die Polizei einen 15-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Der Jugendliche soll am Sonntagabend, 18. Oktober, einen 16-Jährigen bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt haben. Die Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen.
Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Herford ereignete sich die Tat gegen 19.35 Uhr im Bereich des Busbahnhofs. Den bisherigen Ermittlungen zufolge war es zuvor zu Streitigkeiten zwischen zwei männlichen Jugendlichen gekommen.
Im Verlauf der Auseinandersetzung soll einer der Beteiligten plötzlich und unvermittelt auf seinen Kontrahenten geschossen haben. Das Opfer, ein bereits polizeibekannter 16-Jähriger aus Herford, wurde dabei am Bein getroffen. Der Jugendliche erlitt schwere Verletzungen und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Der mutmaßliche Schütze flüchtete anschließend vom Tatort. Bereits am Sonntagabend leitete die Polizei umfangreiche Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen ein.
Nach ersten Erkenntnissen richtete sich der Verdacht gegen einen ebenfalls aus Herford stammenden 15-Jährigen, der nach Angaben der Polizei bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist.
Im Zuge weiterer Ermittlungen, an denen auch zivile Einsatzkräfte beteiligt waren, konnte der Tatverdächtige im Verlauf des Dienstags im Bereich des Virchowplatzes in Herford lokalisiert werden. Zur Festnahme wurde ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hinzugezogen.
Als die Einsatzkräfte zugreifen wollten, versuchte der Jugendliche zunächst, zu Fuß zu flüchten. Die Beamten konnten ihn jedoch stellen. Anschließend wurde er für weitere polizeiliche Maßnahmen zur Polizeiwache an der Hansastraße gebracht.
Der 15-Jährige war nach Polizeiangaben gemeinsam mit zwei 17-Jährigen unterwegs, die ebenfalls bereits mehrfach polizeilich aufgefallen sein sollen. Auch sie wurden zur weiteren Sachverhaltsklärung zur Polizeiwache gebracht.
Bei den anschließenden Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Ermittler eine Waffe sicher. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte es sich dabei um die bei der Tat verwendete Schusswaffe handeln. Zudem durchsuchte die Polizei das Wohnhaus des 15-Jährigen sowie ein weiteres Objekt nach möglichen Beweismitteln.






