Eine couragierte Autofahrerin will bei einer Streitschlichtung auf der Straße helfen. Doch die Situation eskaliert und sie fährt beim Verlassen des verbalen „Schlachtfeldes“ einem Kombatanten über den Fuß. Der ruft die Polizei. Und weil die Ordnungshüter bei der anschließenden Ermittlung Alkohol in der Atemluft der Autofahrerin feststellt und ihre Wegfahrt als Fahrerflucht zu kategorisieren ist, ist sie ihren Führerschein los und hat jetzt jede Menge Probleme am Hals. Symbolfoto: KI-generiert
Detmold-Hiddesen. Eine 60-jährige Autofahrerin beobachtete am Samstagnachmittag, 24. Oktober, einen Streit zwischen Personen auf der Lopshorner Allee. Bei ihrem Interventionsversuch eskalierte die Situation, woraufhin sich die Fahrzeugführerin in ihren Pkw setzte und losfuhr. Beim Anfahren überrollte sie den Fuß eines am Streit Beteiligten und entfernte sich unerlaubt vom Unfallort, woraufhin die Polizei verständigt wurde. Unmittelbar eingeleitete Ermittlungen führten zur 60-Jährigen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest verlief positiv. Eine Blutprobe wurde angeordnet; der Führerschein wurde beschlagnahmt. Die Autofahrerin hatte beste Absichten und wollte helfen, einen Streit zu schlichten. Nun hat sie sich selbst in Schwierigkeiten gebracht.
Hinweis der Polizei: »Bitte bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr! Vermeintlich beherrschbare Situationen können sich spontan und unerwartet fortentwickeln. Im Falle verdächtiger oder bedrohlicher Beobachtungen halten Sie bitte Abstand zum Geschehen und verständigen Sie den Polizeinotruf 110.«
Ich bin ein Zwitterwesen. Ein halbes Arbeitsleben lang Lehrer, die andere Hälfte Journalist. Und immer beides zugleich: Als Deutschlehrer habe ich meinen Schülern eine praktische Nutzung der Sprache abverlangt und mit ihnen „Zeitung in der Schule“ veranstaltet. Als Journalist in verschiedenen Tageszeitungen haben mich immer die Schüler dort – die sogenannten Volontäre – interessiert, denen ich unbedingt etwas beibringen wollte.
Jenseits der Ruhestandsgrenze mache ich nun auf Freier Mitarbeiter, statt die Füße hochzulegen. Warum? Weil ich’s kann und weil das Gehirn auf Touren gehalten werden will. „Die Realität ist immer zu wenig“, haben die Romantiker gesagt und hatten recht. Durch dokumentierende Aneignung mache ich mehr daraus: Realität wird gewissermaßen zur „Wirklichkeit“ potenziert. Deshalb habe ich eine eigene Online-Zeitung für Lage ins Leben gerufen: lage-aktuell.de Ich beanspruche den Titel: Nachhaltigster News-Lieferant für Lage (NNL). Deshalb arbeite ich ganz eng mit der LWZ zusammen. Artikel bleiben hier lange sichtbar und landen nicht – wie die Tageszeitung – sofort nach der Lektüre im Altpapier.
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