-PR-Anzeige- Blomberg. Ein Unternehmen, das als Stuhlfabrik begann und sich nach tiefgreifenden Umbrüchen zu einem Möbelhandelsbetrieb entwickelte, feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum. Stöß-Möbel begeht sein 115-jähriges Bestehen und lädt aus diesem Anlass am Freitag, 6. November, zu einem außergewöhnlichen Verkaufsabend ein.
Von 17 bis 21 Uhr erwartet die Besucher nicht nur eine ausführliche Fachberatung, sondern auch besondere Angebote aus dem Möbelsortiment. Ergänzt wird die Veranstaltung durch verschiedene Partnerunternehmen, die ihre Produkte vorstellen und teilweise Verkostungen anbieten.
Zu den Gästen des Jubiläumsabends zählt unter anderem Magic Pearl, ein Schmucklabel aus Timmendorfer Strand. Hinter den Armbändern des Unternehmens stehen Menschen, die jedes einzelne Schmuckstück von Hand fertigen. Ebenfalls vertreten ist Vorwerk mit dem Thermomix, der über mehr als 30 Kochfunktionen verfügt und Aufgaben vom Anbraten bis zum Zerkleinern übernimmt.
Die Nelken-Apotheke informiert über die Themen „Aromatherapie und Räuchern“, während Bad Meinberger die Besucher mit kostenlosen Getränken versorgt. Darüber hinaus präsentiert Edelschmaus hochwertige Gewürzmischungen, Öle und Essige ohne künstliche Zusatzstoffe. Ulrike Otte widmet sich den Bereichen Gesundheit und Beauty, während Pampered Chef unter anderem Stoneware-Produkte, elektronische Küchenhelfer, Gusseisenartikel sowie Koch- und Backzubehör vorstellt.
Firmenhistorie
Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1911 zurück. Gegründet wurde die damalige Sitzmöbelfabrik Stöß von Kurt Stöß und seinem Geldgeber Penselin. Kurt Stöß stammte ursprünglich aus Adorf im sächsischen Vogtland und brachte sein Wissen über die Stuhlherstellung mit nach Lippe.
Da es in der Region zu dieser Zeit kaum Fachwissen im Bereich der industriellen Stuhlproduktion gab, ließ Stöß sogar Werkswohnungen errichten, um erfahrene Fachkräfte aus Sachsen im Lipperland anzusiedeln. Ihr Know-how bildete die Grundlage für den Aufbau des Unternehmens.
Ursprünglich hatte Kurt Stöß geplant, bei der damals in Blomberg ansässigen Stuhlfirma Brede & Schwarz einzusteigen. Dieses Vorhaben zerschlug sich jedoch, sodass er schließlich den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.
Die ersten Jahre gestalteten sich schwierig. Kurz nach der Unternehmensgründung stand bereits der Erste Weltkrieg bevor. Dennoch zeigte sich Kurt Stöß als unternehmerisch denkender Geschäftsmann. Regelmäßig besuchte er das Messe-Rundhaus in Leipzig, dessen besondere Bauweise dafür sorgte, dass Besucher zwangsläufig an sämtlichen Ausstellungsständen vorbeikamen.
Für viele Menschen aus Lippe war ein Besuch in Leipzig damals ein außergewöhnliches Erlebnis. Die Messestadt galt als Ort, an dem es zahlreiche neuartige und außergewöhnliche Dinge zu entdecken gab. Noch Monate später erzählten Besucher von ihren Eindrücken und Erlebnissen.
Während des Ersten Weltkriegs musste das Unternehmen seine Produktion umstellen und stellte Munitionskisten her. Die eigentlichen Stuhlbauer befanden sich währenddessen im Kriegsdienst, sodass das für die Möbelproduktion erforderliche Fachwissen zeitweise nicht genutzt werden konnte.
In den 1940er- beziehungsweise 1950er-Jahren ereignete sich im Unternehmen eine verheerende Staubmittelexplosion. Mitarbeiter, die sich während ihrer Kaffeepause im Kesselhaus aufhielten, kamen durch die Wucht des Unglücks ums Leben.
Trotz solcher Rückschläge entwickelte sich die Fabrik zu einem bedeutenden Hersteller. Zeitweise wurde dort der meistverkaufte Stuhl im Deutschen Reich produziert. In Spitzenzeiten beschäftigte die Firma bis zu 220 Mitarbeiter.
Die eigentliche Möbelproduktion wurde bis 1978 fortgeführt. Anschließend geriet das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Ausschlaggebend war nach Unternehmensangaben ein Auftrag der Firma IMK im Wert von 513.898 D-Mark, der vollständig produziert worden war, letztlich jedoch nicht abgenommen wurde. Die Produktionsgesellschaft ging daraufhin in Konkurs.
Aus den verbliebenen Strukturen entstand anschließend die Stöß-Möbel Handels GmbH, die sich aus kleinsten Anfängen heraus entwickelte und bis heute besteht.




