Ausgebüchster Flusskrebs in Rodenberg. Foto: Polizei Bad Nenndorf

Rodenberg. Einen tierischen und eher ungewöhnlichen Einsatz erlebte die Polizei Bad Nenndorf in den frühen Morgenstunden des heutigen Donnerstags, 29. Oktober: In der Nähe der Aue wurde ein Flusskrebs mitten auf einer Straße entdeckt und anschließend den Beamten übergeben.


Warum der gepanzerte Wasserbewohner seinen Lebensraum verlassen und auf dem Asphalt unterwegs war, lässt sich nicht mehr klären. Ob er sich auf Erkundungstour befand oder schlicht die Orientierung verloren hatte, bleibt sein Geheimnis. Sicher ist jedoch, dass Straßen für Flusskrebse kein geeigneter Aufenthaltsort sind, insbesondere dort, wo regelmäßig Fahrzeuge unterwegs sind.

Nach seinem kurzen Zwischenstopp bei der Polizei kümmerten sich die Beamten um den ungewöhnlichen Fundgast. Der Flusskrebs wurde wohlbehalten wieder in geeigneter Umgebung ausgesetzt und konnte seine Reise fernab des Straßenverkehrs fortsetzen.

Der Vorfall hat zugleich eine positive Seite: In der Region werden Flusskrebse wieder angesiedelt. Umso erfreulicher sei es, wenn einem der Tiere geholfen werden könne, damit es seinen Weg in der Natur unversehrt fortsetzen kann.

Die Polizei dankt der aufmerksamen Person, die den Krebs entdeckt und in Obhut genommen hat. Der Einsatz zeige einmal mehr, dass der Polizeialltag nicht nur von Diebstählen, Streitigkeiten oder Verkehrsunfällen geprägt ist. Manchmal führt er die Beamten auch mit einem ungewöhnlichen Verkehrsteilnehmer zusammen, der mit Scheren und acht Beinen unterwegs ist.

Für den kleinen Ausreißer dürfte nach seinem Abenteuer jedenfalls gelten: In der Aue ist er deutlich besser aufgehoben als auf der Straße.