Bielefeld. Mit verstärkten Kräften hat die Polizei am Samstag, 31. Oktober, eine Versammlung in der Bielefelder Innenstadt begleitet. Die unter dem Motto „Wir fordern eine Politik, die in Bildung, soziale Sicherheit, Gesundheit, Klimaschutz und bezahlbares Leben investiert, statt bei der jungen Generation zu sparen. Wir wollen mitbestimmen, wenn über unsere Zukunft entschieden wird“, angemeldete Demonstration verlief nach Angaben der Polizei von 14 bis 16.30 Uhr friedlich und weitgehend störungsfrei.
Die Auftaktkundgebung begann um 14 Uhr am Jahnplatz. Gegen 14.30 Uhr setzte sich der Demonstrationszug mit weniger Teilnehmern als ursprünglich angekündigt auf der mit den Behörden abgestimmten Route in Bewegung.
Während des Aufzugs kam es an der Mindener Straße in der Nähe des Ostwestfalendamms zu einem medizinischen Notfall, der möglicherweise mit dem Einsatz von Pyrotechnik in Zusammenhang steht. Da ein ursächlicher Zusammenhang derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung gegen Unbekannt ein. Die verletzte Person wurde vor Ort von Polizei und Rettungsdienst versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht.
Eine Zwischenkundgebung an der Elsa-Brändström-Straße verlief gegen 15.45 Uhr ohne Zwischenfälle. Nach der Abschlusskundgebung auf dem Rathausplatz wurde die Versammlung gegen 16.30 Uhr beendet.
Im Anschluss zündete eine vermummte Personengruppe in der Renteistraße zweimal Pyrotechnik. Verletzt wurde dabei niemand. Polizeikräfte trafen später mehrere Personen an. In diesem Zusammenhang leistete eine Person Widerstand gegen Polizeibeamte. Nach der Feststellung der Personalien konnten die Beteiligten die Örtlichkeit wieder verlassen.
Wie angekündigt kam es aufgrund notwendiger Straßensperrungen zeitweise zu Verkehrsbehinderungen entlang der Demonstrationsstrecke.
Gegen 18 Uhr wurde der Polizei zudem bekannt, dass sich Personen Zugang zu Räumlichkeiten einer leerstehenden Kaserne an der Oldentruper Straße verschafft hatten. Vor Ort trafen Einsatzkräfte auf rund 20 Personen, die mit Bannern auf das Thema „Wohnraum schaffen statt Waffen“ aufmerksam machen wollten. Nach Rücksprache mit einem Objektverantwortlichen ergaben sich jedoch keine Hinweise auf strafbares Verhalten. Die Gruppe verließ das Gelände kurz darauf wieder.
Bereits im Vorfeld der Versammlung war in sozialen Netzwerken zu Straftaten und Plünderungen aufgerufen worden. Entsprechende Vorfälle wurden nach Angaben der Polizei jedoch nicht festgestellt. Die Behörde zeigte sich mit dem weitgehend störungsfreien Verlauf zufrieden und sieht ihr Einsatzkonzept, eine friedliche Versammlung und freie Meinungsäußerung zu ermöglichen, bestätigt.




