Symbolbild. Foto: Pixabay

Kreis Gütersloh. Die meisten Menschen im Kreis Gütersloh haben den Jahreswechsel 2025/2026 nach Angaben der Polizei friedlich gefeiert. Insgesamt seien die Beamten jedoch 114 Mal ausgerückt. Einige Vorfälle hätten die grundsätzlich positive Bilanz getrübt.


Bereits am Nachmittag des 31. Dezember sei die Polizei zur Neuenkirchener Straße in Gütersloh gerufen worden. Zeugen hätten einen verletzten Mann gemeldet. Ermittlungen ergaben, dass ein 54-jähriger Gütersloher zuvor auf einem Discounter-Parkplatz von einem unbekannten Fahrradfahrer geschlagen worden sei. Der Täter habe eine gelb-orangefarbene Jacke getragen. Der Mann erlitt leichte Verletzungen.

In der Nacht habe es einen weiteren Einsatz an derselben Straße gegeben. Gegen 2.06 Uhr sei eine Person an einer Bushaltestelle gefunden worden. Zunächst sei ein Verkehrsunfall vermutet worden, doch es habe sich um denselben 54-Jährigen gehandelt. Seine Verletzungen stammten offenbar aus der vorherigen Auseinandersetzung. Ob zusätzlich ein Unfall mit Fahrerflucht vorlag, sei laut Polizei noch unklar. Zeugen hätten einen Knall gehört, bevor sie den Mann entdeckten. Die Ermittlungen dauerten an.

Kurz nach Mitternacht hätten sich rund 500 Menschen am Rathausplatz versammelt. Laut Polizei seien Feuerwerkskörper in Richtung von Personengruppen und sogar auf Beamte geworfen worden. Eine Rakete sei auf einen Streifenwagen abgefeuert worden.

Mehrere Platzverweise seien ausgesprochen worden, drei Männer kamen in Gewahrsam. Zwei 18-Jährige aus Gütersloh hätten Widerstand geleistet und angekündigt, Feuerwerkskörper auf Polizisten zu werfen. Ihnen seien Blutproben entnommen worden. Die Polizei habe mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Um 0.45 Uhr sei eine größere Schlägerei im Bereich Brockweg/Westfalenweg gemeldet worden. Sechs Personen hätten über Augenreizungen und Atembeschwerden geklagt. Nach ersten Erkenntnissen sei Pfefferspray eingesetzt worden. Zudem habe eine Person mit einer Pistole gedroht. Die Polizei stellte eine Schreckschusspistole sicher. Die Täter seien geflüchtet, die Ermittlungen liefen.

Gegen 1.25 Uhr hätten sich zehn Personen an der Moltkestraße um das Auto eines 23-Jährigen versammelt. Einer sei auf das Autodach geklettert, anschließend sei der Fahrer geschlagen und getreten worden. Zeugen griffen ein, die Täter flüchteten. Der Mann aus Harsewinkel wollte sich selbst in ärztliche Behandlung begeben.

An der Eichenallee sei es um 1.30 Uhr zu einem Widerstand gegen die Polizei gekommen. Ein 41-jähriger Gütersloher habe sich massiv gegen die Gewahrsamnahme gewehrt. Auch ihm sei eine Blutprobe entnommen worden.

Darüber hinaus habe es neun Brandeinsätze gegeben, vermutlich ausgelöst durch Feuerwerkskörper. Betroffen seien Müllcontainer, Hecken und Balkonmöbel gewesen. In Rheda-Wiedenbrück sei durch einen Mülltonnenbrand auch ein Klimagerät und die Fassade eines Schuppens beschädigt worden. In Harsewinkel sei die Fassade eines Hauses betroffen gewesen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauerten an.

Die Polizei bittet Zeugen, sich unter 05241/869-0 zu melden. Auch Videos könnten für die Ermittlungen relevant sein.