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Bielefeld. Die Polizei Bielefeld verzeichnete in der Silvesternacht insgesamt 65 Einsätze mit Bezug zu den Feierlichkeiten. Nach eigenen Angaben seien die meisten Vorfälle silvestertypisch gewesen. Zu zwei tödlichen Unfällen durch Pyrotechnik habe die Polizei bereits gesondert berichtet.


Zwischen Mittwoch, 31. Dezember, 18 Uhr, und Donnerstag, 1. Januar, 6 Uhr, gingen 195 Notrufe bei der Leitstelle ein. Es seien 18 Platzverweise ausgesprochen und acht Personen in Gewahrsam genommen worden. Vorläufige Festnahmen habe es nicht gegeben.

Drei Strafanzeigen wegen Widerstands oder tätlicher Angriffe auf Polizeibeamte seien erstattet worden, Verletzte unter den Einsatzkräften habe es nicht gegeben. Zudem habe die Polizei vier Anzeigen wegen Körperverletzung sowie sieben weitere Verfahren unter anderem wegen Raub, Bränden und Bedrohung eingeleitet. Bei 111 Fahrzeugkontrollen seien mehrere Fahrer wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahren ohne Fahrerlaubnis aufgefallen.

Ausgewählte Vorfälle:

  • Gegen 14.30 Uhr hätten zwei Jugendliche in der Straße Bardenhorst Raketen und Böller gezündet, wodurch zwei Altkleidercontainer in Brand gerieten. Anwohner hätten die flüchtenden Täter gestellt und der Polizei übergeben.
  • Um 15.20 Uhr sei ein Mann an der Beckhausstraße gemeldet worden, der mit einer Schreckschusspistole geschossen habe. Die Beamten stellten die Waffe sicher, der 24-Jährige habe keinen Waffenschein besessen.
  • Zwischen 20 und 20.30 Uhr sei ein 43-jähriger Bielefelder in der Stadtbahn von unbekannten Männern angegriffen worden – zunächst am Jahnplatz, später erneut an der Haltestelle Baumheide. Der Mann habe Kopf- und Oberkörperverletzungen erlitten und sei ins Krankenhaus gebracht worden.
  • Gegen 21.20 Uhr sei ein Feuerwerkskörper in eine Mülltonne an der Altmühlstraße geworfen worden, die daraufhin brannte. Weitere Brände hätten sich an der Straße An der Holzwiese ereignet, wobei die Fassade eines Wohnhauses beschädigt wurde.
  • Unbekannte hätten gegen 23 Uhr einen Zigarettenautomaten an der Elverdisser Straße und später einen Altglascontainer an der Dürerstraße gesprengt.
  • Gegen 0.30 Uhr sei eine Frau auf der Bremer Straße von einem Autofahrer geschlagen worden, nachdem dieser mit überhöhter Geschwindigkeit durch die 30er-Zone gefahren sei. Die Täter seien in einem silbernen Golf geflüchtet.
  • Um 1.45 Uhr hätten Polizisten einen Renault Megane auf der Detmolder Straße gestoppt. Der Fahrer sei alkoholisiert gewesen, habe keine Fahrerlaubnis besessen und das Fahrzeug sei sichergestellt worden.

Die Polizei bittet Zeugen, sich unter 0521/545-0 zu melden.