Symbolbild. Foto: Adobe Stock

Bielefeld. In Bielefeld haben Betrüger am Dienstag, 13. Januar, versucht, eine Seniorin mit einem perfiden Schockanruf um Geld und Schmuck zu bringen. Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 12.50 Uhr.


Die Ermittler erklärten, dass die Frau einen Anruf auf ihrem Mobiltelefon erhalten habe. Der Anrufer habe sich als Polizist aus Potsdam ausgegeben und behauptet, ihr Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall mit Fahrerflucht verursacht.

Um eine angebliche Festnahme zu verhindern, sei eine Kaution von 30.000 Euro erforderlich. Anschließend habe eine vermeintliche Staatsanwältin aus Berlin das Gespräch übernommen und die Seniorin aufgefordert, zur Bank zu fahren, Geld abzuheben und ihren Schmuck mitzunehmen.

Die Betrüger hätten massiven Druck ausgeübt, sodass die Frau tatsächlich zur Bank fuhr und Geld abhob. Da sie nicht den geforderten Betrag erhielt, habe die angebliche Staatsanwältin sie weiter am Telefon dirigiert und zum Landgericht Bielefeld gelotst. Während der Fahrt habe die Betrügerin Fahrzeugtyp, Farbe und Kennzeichen erfragt und mehrfach angewiesen, vor dem Gerichtsgebäude zu warten und das Auto nicht zu verlassen.

Die Seniorin wurde jedoch misstrauisch, sprach Mitarbeiter des Gerichts an und erkannte so den Betrugsversuch. Eine Übergabe von Geld und Schmuck fand nicht statt.

Die Polizei warnt vor dieser Masche: Mit Schockanrufen wollen Täter Angst und Sorge erzeugen, um Opfer zur Übergabe von Geld und Wertsachen zu bewegen. Zeugen oder Betroffene können sich unter 0521/545-0 melden.